S6 wird günstiger

Smartphone-Marktführer Samsung macht weniger Gewinn

30. Juli 2015
Der Absatz der neuen Smartphone-Spitzenmodelle läuft nicht ganz so wie sich Samsung das gewünscht hat. Zum einen setzt die Konkurrenz aus China dem Marktführer zu, zum anderen gab es nach dem Verkaufsstart Lieferengpässe. Das Problem soll behoben sein.

Der Smartphone-Marktführer Samsung hat trotz des Verkaufsstarts seiner neuen Spitzenmodelle im zweiten Quartal 2015 weniger verdient. Der härter werdende Wettbewerb mit Apple und chinesischen Herstellern sowie hausgemachte Probleme bei der Auslieferung seines Premiumgeräts "Galaxy S6 Edge" machten dem südkoreanischen Unternehmen zu schaffen.

Samsung kündigte am Donnerstag an (PDF-Link), auf das zu erwartende "schwierige Geschäftsumfeld" in der zweiten Jahreshälfte mit Preisnachlässen und neuen Modellen reagieren zu wollen. Samsung ist auch der weltweit größte Hersteller von Fernsehern und Speicherchips.

Samsung Galaxy S6 Edge
Samsung Galaxy S6 Edge
Foto: Samsung

Der Überschuss fiel im Jahresvergleich um acht Prozent auf 5,75 Billionen Won (4,5 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen mit. Es war der fünfte Rückgang in einem Quartal in Folge. Der Umsatz ging um 7,3 Prozent auf 48,54 Billionen Won zurück.

Zwar behauptete Samsung im zweiten Quartal seine Spitzenposition bei Smartphones. Doch der Absatz sei im Vergleich zum ersten Quartal wegen niedriger Verkaufszahlen bei preisgünstigeren Modellen gefallen, hieß es.

Auch habe es Versorgungsprobleme beim Spitzenmodell Galaxy S6 Edge gegeben. Die Nachfrage habe daher nicht befriedigt werden können. Diese Probleme seien jedoch mittlerweile behoben. Das Galaxy S6 Edge ist baugleich mit dem Galaxy S6, hat aber einen auf der linken und rechten Seite gebogenen Bildschirm.

Der Ausblick auf die nächsten Monate fiel gemischt aus: "In der zweiten Jahreshälfte 2015 wird der Smartphone-Markt wahrscheinlich im Jahresvergleich wachsen, doch das Wachstumstempo wird sich vermutlich verringern." Samsung steht von zwei Seiten unter Druck. Bei den teuren Geräten trumpft Apple mit seinem iPhone 6 groß auf. Bei preisgünstigeren Modellen machen vor allem Produzenten aus China den Südkoreanern zunehmend Marktanteile streitig.

Nach eigenen Angaben verkaufte Samsung von April bis Juni 89 Millionen Handys und Smartphones. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf Marktforscher, dass das einem Rückgang im Jahresvergleich von 6,9 Prozent entsprochen habe. Samsung selber nannte für das vergangene Jahr keine Verkaufzahlen. (dpa/tc)

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