Wettbewerb wird schärfer

Smartphone-Primus Samsung trotz höherem Gewinn unter Druck

29. April 2014
Samsung scheffelt dank seiner Smartphone-Dominanz weiter Milliarden. Doch der Wettbewerb wird schärfer. Besonders Billig-Anbieter könnten den Großen der Branche künftig stärker zu schaffen machen.

Der Elektronik-Riese Samsung hat den Gewinn im ersten Quartal 2014 gesteigert, obwohl der Smartphone-Absatz langsamer wuchs und die Preise unter Druck standen. Der Überschuss stieg im Jahresvergleich um 5,9 Prozent auf 7,57 Billionen Won (etwa 5,3 Mrd. Euro), wie der weltgrößte Hersteller von Speicherchips, Fernsehern und Handys am Dienstag mitteilte. Der Umsatz kletterte um rund 1,53 Prozent auf 53,7 Billionen Won.

"Die Ergebnisse sehen besser aus als erwartet", sagte Analyst Seung Woo von IBK Securities Co. der Finanzagentur Bloomberg. Vor allen das Chip-Geschäft sowie der Absatz von Displays werde künftig vermutlich für eine positive Geschäftsentwicklung sorgen. Samsung erwartet, dass vor allem die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien den Absatz von Bildschirmen und SmartphonesSmartphones im zweiten Quartal und darüber hinaus in die Höhe treibt. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Die Nachfrage nach Smartphones und Tablet-Computern sei im üblicherweise schwächeren ersten Quartal zurückgegangen, hieß es in der Samsung-Bilanz. Doch sei der Gewinn aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in der Sparte IT und Mobile Kommunikation (Handys) im Vergleich zum Vorquartal dank eines "stetigen Smartphone-Absatzes und wirksamer Marketingausgaben" um 18 Prozent gestiegen. Auch hätten sich Anpassungen von einmaligen Ausgaben bezahlt gemacht.

Hohe Erwartungen an das Galaxy S5

Die Südkoreaner bauen dabei unter anderem auf ihr neues Spitzen-Smartphone Galaxy S5, das seit diesem Monat weltweit erhältlich ist. Beim Verkaufsstart Ende März auf dem einheimischen Markt hatte Samsung das Modell zu einem niedrigeren Preis angeboten als anfänglich das Vorgängermodell S4. Mit dem nächsten iPhoneiPhone des US-Konkurrenten AppleApple rechnen Branchenbeobachter erst für Herbst. Alles zu Apple auf CIO.de Alles zu iPhone auf CIO.de

Besonders bei teuren Smartphone-Modellen spürt Samsung zunehmenden Gegenwind von Anbietern günstigerer Geräte. Zwei Drittel der Smartphones werden inzwischen in Schwellenländern wie China oder Brasilien gekauft – und davon profitieren die Billig-Hersteller. Marktbeobachter betonten jedoch, dass Samsung sich gerade mit seinen billigeren Galaxy-Modell gut behauptet habe.

Der Betriebsgewinn von Samsung, bei dem unter anderem Abschreibungen nicht berücksichtigt werden, ging von Januar bis März auf 8,5 Billionen Won zurück, nach knapp 8,8 Billionen Won im Vorjahreszeitraum. In der Handy-Sparte gab es einen leichten Rückgang um 1,2 Prozent auf 6,43 Billionen Won.

Bei den Flachbildschirmen verzeichneten die Südkoreaner im ersten Quartal einen operativen Verlust von 80 Milliarden Won. Im Markt für Flüssigkristall-Displays (LCD) sei die Nachfrage für Fernseh- und Tablet-Monitore rückläufig gewesen, hieß es. Zudem hätten sich die Anlaufphase der Produktion in China und ein Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreis im Ergebnis niedergeschlagen. (dpa/tö)

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Themen: Apple, iPhone und Smartphones

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