Mit Privat-IT ins Firmen-Netzwerk

Smartphone-Zugriff trotz Verbot

10. Dezember 2010
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Gut sechs von zehn Deutschen greifen über ihr Smartphone täglich auf das Firmen-Netzwerk zu, obwohl es ihnen nicht erlaubt ist. Damit liegen sie über dem globalen Durchschnitt.
Dienstliche und private Nutzung von Smartphones und Tablet-PCs im Ländervergleich laut Juniper Networks.
Dienstliche und private Nutzung von Smartphones und Tablet-PCs im Ländervergleich laut Juniper Networks.
Foto: Juniper Networks

"Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!" So soll Wladimir Iljitsch Uljanow gewitzelt haben, besser bekannt unter dem Namen Lenin. Könnte der Genosse einen Blick auf die "Global smartphone security"-Studie von Juniper Networks werfen, kämen ihm vielleicht Zweifel an der Autoritätsgläubigkeit der Deutschen.

Der Netzwerkausrüster hat weltweit 16.000 Anwender nach ihrer dienstlichen und privaten Nutzung von Smartphone und Tablet-Computer befragt. Eines der Ergebnisse: 63 Prozent der Deutschen erklären, täglich auf das Netzwerk ihres Arbeitgebers zuzugreifen, obwohl sie keine Erlaubnis dafür haben. Im globalen Durchschnitt sind es 58 Prozent.

Dabei liegen die Bundesbürger beim Besitz der Geräte zurück. Weltweit geben 27 Prozent der Befragten an, sie hätten ein Smartphone. Ein Smartphone und einen Tablet-Computer haben 15 Prozent. In Deutschland verfügen 24 Prozent über ein Smartphone und sieben Prozent über beide Geräte.

Die Umfrage untermauert die These vom Zusammenwachsen beruflicher und privater Nutzung: Weltweit nutzen 44 Prozent der Befragten mobile Handhelds für beide Zwecke. In Deutschland sagen das 31 Prozent.

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