"Normaler" PDA ist bevorzugtes mobiles Gerät

Smartphones noch nicht Teil mobiler Strategie

16. November 2004
Von Detlef Scholz
Obgleich der europäische IT-Markt im laufenden Jahr ein ermutigendes Gesamtbild liefert, herrscht noch immer Zurückhaltung vor. Daher gaben die IT-Verantwortlichen ihr Geld vornehmlich für unumgängliche Hardware-Erneuerungen und Upgrades der Infrastruktur aus. Investitionen in mobile Geräte wie Smartphones und PDAs wurden dagegen zurückgestellt. Das zeigt eine Studie von IDC.

Normale Handhelds dominieren derzeit die mobilen StrategienStrategien der Unternehmen. Für mehr als die Hälfte der IT-Verantwortlichen ist der normale PDA das bevorzugte mobile Gerät. SmartphonesSmartphones und Handhelds mit Handy-Funktionalität bleiben im Vergleich dazu bisher noch ohne strategisches Potenzial. Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Strategien auf CIO.de

Derzeit haben konvergierende Geräte für die meisten Firmen noch kein strategisches Potenzial.
Derzeit haben konvergierende Geräte für die meisten Firmen noch kein strategisches Potenzial.

Generell hat sich der Verkauf von PDAs in Europa abgeschwächt. Auch für das kommende Jahr bestehen nur begrenzte Kaufabsichten. Daraus folgern die IDC-Analysten, dass die IT-Verantwortlichen mit den Mittelzuweisungen für nicht-essentielle Hardware noch vorsichtig sind. Die Zeit stark begrenzter Budgets ist noch nicht zu Ende. IDC sieht in dieser abwartenden Haltung aber auch ein Zeichen dafür, dass die Akzeptanz konvergierender Geräte (Smartphones und PDAs mit Handy-Funktionalität) wächst. Dieser Trend verstärkt sich, je mehr die Unternehmen mit den Fähigkeiten und dem Nutzen konvergierender Geräte bekannt werden. Doch hier besteht noch ein massives Defizit.

Nur einer Minderheit sind die Services von 3G (Handys der dritten Generation mit der Fähigkeit von Sprach- und Datenübertragung) bekannt. Über 70 Prozent der Befragten haben kaum Kenntnisse der damit verbundenen Vorteile. Zwar integrieren immer mehr Operatoren 3G in ihren Service-Katalog. Doch was dem Markt laut IDC fehlt ist eine signifikante Aufklärung über die Möglichkeiten von 3G. Die Operatoren sollten daher die Vorzüge wie zunehmende Bandbreite für kritische Applikationen im Unternehmen kommunizieren.

Unter den zahlreichen Funktionen der heutigen PDAs und Smartphones schätzen die Anwender das persönliche Informationsmanagement (PIM), Voice-Applikationen und der E-Mail-Zugang am meisten. Das ist auch der Grund für die wachsende Popularität der Blackberrys von RIM. Diese Geräte liefern Geschäftsanwendern eine optimal an ihre Anforderungen angepasste mobile Lösung ("best fit") ohne überbordende Funktionalität.

Die Studie will ein umfassendes Bild mobiler Unternehmensstrategien geben und erfasst daher auch die Absichten der Unternehmen in Bezug auf drahtlose Applikationen. Nur gut jede zehnte Firma setzt heute ein WLANWLAN ein. Daher können insgesamt nur sehr wenige CIOs die Implementierungskosten für ein neues drahtloses Netzwerk als gerechtfertigt begründen. Sicherheitsbedenken und der breite Fächer an 802.11x-Standards behindern das Aufkommen einer vollständigen mobilen Strategie. Alles zu WLAN auf CIO.de

Bereits im nächsten Jahr könnten Smartphones für die mobile Strategie von Unternehmen wichtig werden.
Bereits im nächsten Jahr könnten Smartphones für die mobile Strategie von Unternehmen wichtig werden.

In Europa scheint sich der Wireless-Standard 802.11b in Kombination mit 802.11g durchzusetzen. Diese Klärung ist wichtig, um Befürchtungen wegen der Kurzlebigkeit von WLAN-Lösungen zu zerstreuen. Die Verunsicherung wegen einer möglichen Vorherrschaft des Standards 802.11a verglichen mit 802.11g hat die Anzahl der Wireless-Projekte 2004 stark begrenzt.

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