Weihnachtsgeschäft

Smartphones und Tablets sollen Elektronikumsatz retten

28. November 2013
Elektronik unterm Weihnachtsbaum - das funktioniert eigentlich immer. Smartphones und Tablet-Computer haben herkömmlichen TV- und Hifi- Geräten längst den Rang abgelaufen. Doch das Geschäft schwächelt.

Auch in diesem Jahr sollen mobile Endgeräte für das Internet die Weihnachtsumsätze der Unterhaltungselektronik in Deutschland retten. Der Hersteller-Verband gfu erwartet für das Schlussquartal einen deutlich gesteigerten Absatz von rund 2,5 Millionen Tablet-Computern und 7 Millionen SmartphonesSmartphones, wie Verbandschef Hans-Joachim Kamp der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt sagte. Der Gesamtumsatz der Branche werde voraussichtlich um etwa vier Prozent auf rund neun Milliarden Euro steigen. Für das Gesamtjahr rechne man vor allem wegen des schwachen TV-Geschäfts mit 27,5 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von 0,9 Prozent. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Im zweitwichtigsten Segment der TV-Geräte laufen die Hersteller noch dem starken Vorjahr hinterher, als 9,5 Millionen Fernseher verkauft wurden. 2013 sind trotz besserer Ausstattung bei gleichem Durchschnittspreis (615 Euro) lediglich 7,7 Millionen Stück und damit 18 Prozent weniger drin. Der Umsatz mit Fernsehgeräten sackt voraussichtlich um 17 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro ab. Dieses Niveau solle im kommenden Jahr auch dank des Sport-Großereignisses Fußball-WM gehalten werden, sagte Kamp.

Bei den Smartphones erwartet der Verband eine Jahressteigerung von fast einem Viertel (23 Prozent) auf 22,6 Millionen Stück. Die Zahl der voraussichtlich verkauften Tablet-Computer steige sogar um 81 Prozent auf insgesamt 6,1 Millionen Geräte. Im Jahr zuvor waren die Zuwachsraten noch höher gewesen. Seit einiger Zeit rückläufig sind hingegen die Verkäufe von Notebooks oder Desktop-PC. Weniger gefragt sind auch reine Telefon-Handys und Kameras mit Festobjektiven.

"Alles, was smart ist, läuft", fasste Kamp die Entwicklung zusammen. Internet-fähige Fernseher machten inzwischen 73 Prozent des Umsatzes aus und böten den Zuschauern zusätzliche Anwendungen. Probleme erwartet der Experte bei reinen Abspielgeräten etwa für Filme, die zunehmend direkt aus dem Netz abgerufen würden.

Ein Ende der Spielkonsolen könne er angesichts der Verkaufserfolge für die neueste Gerätegeneration nicht erkennen. Es werde darauf ankommen, weiterhin interessante und innovative Produkte zu entwickeln. Die deutschen Konsumenten seien bei einer historisch niedrigen Sparquote bereit, ihr Geld dafür auszugeben. (dpa/rs)

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