Foto-App

Snapchat muss Datenschutz und Sicherheit verbessern

09. Mai 2014
Fotos, die nach den Ansehen für immer verschwinden, lautet das Versprechen von Snapchat an seine Nutzer. Eine US-Behörde kritisierte, dass der Fotodienst dies nicht einhalten könne und forderte dem Startup Zugeständnisse ab.

Die besonders bei Jugendlichen beliebte Foto-App Snapchat hat sich den Zorn einer US-Behörde zugezogen und muss den Dienst überarbeiten. Die Federal Trade Commission (FTC) warf Snapchat am Donnerstag vor, zu lasch mit DatenschutzDatenschutz und Sicherheit umgegangen zu sein. Unbekannte hatten eine bekannte Schwachstelle ausgenutzt und in der Neujahrsnacht die Namen und Telefonnummern von 4,6 Millionen Nutzern im Internet veröffentlicht. Alles zu Datenschutz auf CIO.de

Über die Smartphone-App lassen sich Bilder verschicken, die für den Empfänger nur kurz sichtbar sein sollen. Die FTC bemängelte, Snapchat könne dieses Versprechen nicht einhalten. Die Fotos könnten über Apps von Drittanbietern gespeichert werden - oder einfach nur mit einem Screenshot. Die Nutzer seien entgegen Zusicherungen der Firma auch nicht unterrichtet worden, wenn jemand einen Screenshot gemacht habe. Außerdem habe Snapchat in der Android-App Ortungsdaten gesammelt, obwohl dies in den Nutzungsbedingungen verneint worden sei.

Snapchat müsse seine Nutzer besser informieren, forderte die Behörde und drängte das Unternehmen zu einem Vergleich. Ein Datenschutz-Experte wird dem App-Entwickler nun 20 Jahre lang auf die Finger schauen.

"Einige Dinge haben nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen zugestanden hätte", erklärte Snapchat in einem Blogeintrag. Dazu gehöre die präzisere Kommunikation mit den Nutzern. Die Formulierungen seien bereits großteils geändert worden. "Und wir investieren weiterhin kräftig in Sicherheit und Gegenmaßnahmen, um Missbrauch vorzubeugen."

Snapchat war im vergangenen Jahr explosiv gewachsen und soll ein drei Milliarden Dollar schweres Kaufangebot von FacebookFacebook ausgeschlagen haben. Das Versprechen, dass die Fotos nach dem Ansehen für immer verschwinden, verleitet vor allem Jugendliche oft zu offenherzigen Bildern. (dpa/rs) Alles zu Facebook auf CIO.de

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