Business-Knigge

So erkennen Sie schlechte Chefs

12. August 2014
Enthüllt: Wir erklären Ihnen an acht Aussagen, woran Sie schlechte Chefs erkennen.
"Sie werden hier nicht fürs Denken bezahlt." Solche Sprüche hört man immer wieder.
"Sie werden hier nicht fürs Denken bezahlt." Solche Sprüche hört man immer wieder.
Foto: Günter Menzl - Fotolia.com

Was gute Chefs sagen, ist bekannt. Etwa: "Lassen Sie mich wissen, wenn Sie auf Hindernisse stoßen, ich werde versuchen, sie für Sie loszuwerden." Oder: "Sie haben zuletzt viel gearbeitet - warum nehmen Sie nicht am Freitag ab Mittag frei?"

Schlechte Chefs sagen so etwas nicht. Hilfreiche, ermutigende und vertrauensvolle Sätze hört man von ihnen selten. Doch auch sie sagen viel, wenn auch ganz andere Dinge. Wir erklären Ihnen an acht Aussagen, woran Sie schlechte Chefs erkennen.

Aussage 1: "Wenn Sie den Job nicht wollen, finde ich einen anderen dafür."
Wer diesen Satz ausspricht, gibt unterschwellig zu, dass er seine Mitarbeiter nicht motivieren kann. Oder dass er den Mitarbeiter an der falschen Stelle eingesetzt hat. Ist aber der Mitarbeiter tatsächlich faul und unfähig, zeigt diese Aussage nur die Feigheit des Chefs. Denn besser wäre es, dem Mitarbeiter gleich die Kündigung zu präsentieren.

Aussage 2: "Sie werden hier nicht fürs Denken bezahlt."
Das hört man, wenn ein Mitarbeiter eine Idee vorstellt, die dem Chef nicht gefällt, und wenn er keine Lust auf eine Diskussion hat. Oder wenn der Chef merkt, dass er mit seinen Argumenten nicht weit kommt. Der Mitarbeiter wird voll abgebügelt. So etwas sagen Menschen, die keine Teams führen können. Die Aussage ist gleichbedeutend mit "Tu, was ich Dir sage, und nichts anderes."

"Das war keine Bitte, sondern eine Anweisung"

Aussage 3: "Das war keine Bitte, sondern eine Anweisung."
Es gibt bestimmte Worte, die man im wirklichen Leben niemals benutzt. "Anweisung" ist so ein Beispiel. Warum sagt der Chef nicht gleich "Verschwinden Sie und wagen Sie es nicht, mit mir zu reden, bis ich Sie etwas frage"? Der Chef gibt zu verstehen, dass er das, was der Mitarbeiter vorgeschlagen haben, nicht tun wird - und dass er auch keinen Wert auf weitere Meinungen des Mitarbeiters hat.

Aussage 4: "Wer hat Ihnen das erlaubt?"
Menschen, die zwanghaft Hierarchien einhalten und immer um Erlaubnis gefragt werden wollen, sollte man lieber aus dem Weg gehen. Vor allem in Beziehungen, in denen sie über Ihre KarriereKarriere mitentscheiden können. Ein solches Verhalten sorgt dafür, dass keiner mehr Verantwortung übernehmen will. Vertrauen sieht anders aus. Alles zu Karriere auf CIO.de

Aussage 5: "Lassen Sie alles stehen und liegen und machen Sie das jetzt sofort."
Jeder hat schon einmal einen Notfall erlebt, der alles andere in den Hintergrund drängt. Gute Chefs gehen sehr sparsam mit dieser Aussage um, bei schlechten Chefs ist sie an der Tagesordnung. Was beweist, dass schlechte Chefs keine Prioritäten setzen können, sondern planlos agieren und längst den Überblick verloren haben.

"Ich will von Problemen nichts wissen"

Aussage 6: "Ich will von Problemen nichts wissen."
Ist ein Mitarbeiter schuld, wenn ihm Informationen fehlen, die er zur Lösung eines Problems benötigt? Nicht zwangsläufig. Gute Chefs helfen ihren Mitarbeitern in solchen Fällen. Passiert aber nichts, kann man diese Aussage auch so interpretieren: "Sag mir nur noch Dinge, die ich hören will."

Aussage 7: "Das klingt eher nach einem persönlichen Problem."
Stichwort: Alkohol. Wenn es um private Probleme geht, die sich auf das Betriebsklima auswirken, ist auch der Chef gefragt. Schlechte Chefs wollen davon am liebsten überhaupt nichts wissen und lassen ihre Mitarbeiter damit im Regen stehen. Herz- und Verantwortungslos.

Aussage 8: "Sie können froh sein, überhaupt einen Job zu haben."
Super-Aussage. Damit werden Mitarbeiter bestimmt motiviert, sie werden fortan bestimmt produktiver arbeiten und bestimmt jede Menge Innovationen hervorbringen. Nein, im Ernst: Diese Aussage ist eine Beleidigung, denn sie ist gleichbedeutend mit: "Ich kann es nicht glauben, dass Sie nach wie vor zu der Bevölkerungsgruppe gehören, die einen Job hat."