Big Data

So ermitteln Sie Ihr Kompetenzlevel

11. Februar 2015
Olaf Riedel ist verantwortlicher Partner für die Beratungsgesellschaft EY in der DACH-Region. Als Mitglied im Fachausschuss IT des IDW arbeitet er an der Weiterentwicklung von Rechnungslegungsstandards mit Auswirkungen auf IT-spezifische Aspekte des Risikomanagements.
Unternehmen durchlaufen fünf Kompetenzstadien, bis sie Big-Data-Initiativen optimal managen. Best-Practice-Beispiele bieten interessante Einblicke.
Um ihre Big-Data-Kompetenz voranzutreiben, müssen Unternehmen zuerst das Bewusstsein für die Wichtigkeit und den Nutzen von Big-Data-Analysen schaffen
Um ihre Big-Data-Kompetenz voranzutreiben, müssen Unternehmen zuerst das Bewusstsein für die Wichtigkeit und den Nutzen von Big-Data-Analysen schaffen
Foto: violetkaipa - Fotolia.com

Immer mehr Unternehmen beschäftigen sich mit dem Thema Big DataBig Data. Allerdings sind sie dabei unterschiedlich weit fortgeschritten. Es lassen sich fünf verschiedene Reifegrade bezüglich des Nutzens und des datenschutzrechtlich korrekten Handlings von Daten unterscheiden. Nur wenn ein Unternehmen das höchste Stadium beziehungsweise den höchsten Reifegrad erreicht, kann es die Möglichkeiten von Big Data voll ausschöpfen (siehe Abbildung 1). Alles zu Big Data auf CIO.de

Stadium 1: Verbesserungsbedürftige Analysen

Unternehmen, die das Potenzial von Big Data noch nicht erkannt haben, verfügen oft über Daten minderer Qualität und haben nicht die entsprechenden Daten- und Analysekompetenzen. Rechtliche Fragen in Bezug auf Daten-Handling werden außer Acht gelassen und - wenn überhaupt - wird DatenschutzDatenschutz auf Fallbasis betrieben. Alles zu Datenschutz auf CIO.de

Stadium 2: Lokale Analysen

Unternehmen in diesem Stadium nutzen Datenanalysen hauptsächlich zu Reportingzwecken. Sie sind sich allerdings bewusst, dass das Sammeln und Managen von Daten eine Herausforderung ist und dass die eigenen Datenbanken ein strategisches Asset sind, das es zu schützen gilt. Daher beachten sie Datenschutzrichtlinien und es gibt einen Chief Privacy Officer.

Abb. 1: Unternehmen, die sich mit Big Data beschäftigen, durchlaufen verschiedene Kompetenzstadien. Sie unterscheiden sich anhand strategischer und juristischer Faktoren.
Abb. 1: Unternehmen, die sich mit Big Data beschäftigen, durchlaufen verschiedene Kompetenzstadien. Sie unterscheiden sich anhand strategischer und juristischer Faktoren.
Foto: Ernst & Young

Stadium 3: Verbesserte Analysefähigkeiten

Fortgeschrittene Unternehmen sind sich der Relevanz datenschutzrechtlicher Fragestellungen bewusst. Sie nutzen Business-Intelligence-Lösungen und versuchen Big Data in die Geschäftsstrategie miteinzubinden, um so bessere Ergebnisse zu erzielen. Allerdings fehlen zum Teil noch unternehmensweite Big-Data-Richtlinien.

Stadium 4: Analytische Unternehmen

Unternehmen in diesem Stadium greifen auf hochwertige interne und externe Datensätze für ihre Analysen zu. Es gibt eine unternehmensweite Big-Data-Strategie und das Bewusstsein für datenschutzrechtliche Fragen ist im Unternehmen fest verankert.

Stadium 5: Analytische Wettbewerber

Für die beste rechtliche und analytische Herangehensweise nutzen Unternehmen Daten und statistische Analysen in allen Geschäftsbereichen und generieren Business-Vorhersagen aus den Erkenntnissen der Analysen. Zusätzlich haben sie sich dem Datenschutz verschrieben. Es gibt Kontroll- und Auditmechanismen, die sicherstellen, dass datenschutzrechtliche und interne Vorgaben beim Umgang mit Daten beachtet werden.

Um den bestmöglichen Analyse- und Datenschutzstandard im Unternehmen zu verankern, bedarf es einer gezielten Herangehensweise. Unerlässlich dafür sind ein Umdenken in Bezug auf das Verwenden von Daten und ein gesteigertes Verantwortungsbewusstseins für datenschutzrechtliche Fragen im gesamten Unternehmen.

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