Computerwoche-Webcast

So funktioniert Private Cloud as a Service

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Vorstellung einer Blaupause für die “Alles Easy Private Cloud” ist Thema eines Webcasts der Computerwoche.
Als Hosted Private Cloud werden viele Vorteile der Cloud greifbar.
Als Hosted Private Cloud werden viele Vorteile der Cloud greifbar.
Foto: Nmedia_Fotolia.com

Das Ziel vieler IT-Entscheider, Cloud Services via Private Cloud schnell und skalierbar für unterschiedlichste Nutzer bereitstellen zu können, stellt hohe Anforderungen an die Infrastruktur. Open Stack liegt hier nahe, kann man doch ein globales Netzwerk tausender Entwickler nutzen. Wie Open Stack zu managen ist, darum dreht sich ein Webcast der Computerwoche am 14. Juni um 11 Uhr.

Michael Weisbach, Cloud Advisor bei IBM, und Thomas Kalinke, Senior Vice President Managed Services bei Materna, diskutieren mit Wolfgang Schwab, der als Lead Advisor Platforms & Infrastructure bei der Experton Group die Sicht des Analysten vertritt. Von ihm will Moderator Detlef Korus zunächst einmal wissen, wie sich der Markt entwickelt.

"Die gemanagte Privat Cloud ist im Kommen", erklärt Schwab. Für das Segment Cloud-Services erwartet er in den kommenden vier Jahren ein jährliches Durchschnitts-Wachstum von mehr als 30 Prozent. "Drei Viertel davon ist Software as a Service", sagt der Analyst. Private Cloud as a Service sieht er als noch relativ junges und auf jeden Fall spannendes Thema.

Korus interessiert sich aber nicht nur für die Sicht der Experten, sondern auch für die der Praktiker. Und so geht eine seiner ersten Fragen denn auch an die Webcast-Teilnehmer. Von ihnen will der Moderator wissen, wo sie bei der Cloud-Nutzung stehen. Ergebnis: 28 Prozent nutzen die Cloud im Produktionsbetrieb, ebenso viele nennen sie als festen Bestandteil in IT-Strategie und Betrieb.

Zehn Prozent allerdings geben an, die Cloud noch gar nicht zu nutzen. Experton-Mann Schwab seufzt. "Das glaubt die IT", sagt er. Und schon ist die Diskussion bei der Schatten-IT angekommen. "Die Fachabteilung steht unter Erfolgsdruck", erklärt Schab, "und schaut nicht auf Sicherheit und Compliance. Sie will ihre Lösung schnell und einigermaßen günstig haben."

"Auch der Dienstleister muss geführt werden"

Genau darum sieht Kalinke Unternehmen gefordert, in Sachen Cloud einen ganzheitlichen Ansatz zu fahren. Das heißt: Das Business muss sich nicht nur mit der IT zusammensetzen, sondern beispielsweise auch mit den Bereichen Legal und Controlling. "Auch der Dienstleister muss geführt werden", betont der Materna-Manager, "schließlich geht es hier um Service Level Agreements (SLAs)."

Fest steht für alle Diskussionsteilnehmer: Wer Schatten-IT verhindern will, muss die Cloud in seine IT-Strategie einbeziehen. Die meisten Unternehmen werden einen hybriden Weg gehen. Dabei können sich auch Firmen mit monolithischen Legacys für die Cloud öffnen, wie IBM-Manager Weisbach betont. Gemanagte API-Schnittstellen für das Backend wären ein erster Schritt. Analyst Schab geht davon aus, dass bestimmte Daten wohl immer privat bleiben werden - die kognitive Intelligenz und Verarbeitung aber kann public stattfinden.

In einem ganz handfesten Vergleich sieht Weisbach Open Stack sozusagen als verlässlichen Motorblock eines Cloud-Autos. Materna hat das Blue Box-Thema evaluiert. Die zentrale Frage lautet für Kalinke - um beim Auto-Vergleich zu bleiben - wie sich der Fahrer verhält. An dieser Stelle hakt ein Webcast-Zuschauer nach. Muss ein Unternehmen, das sich für die Cloud entscheidet, mit Open Stack beschäftigen oder soll es das komplette "Auto" mieten? "Das kommt auf die Strategie an", antwortet Weisbach, "ob man sich die Tür offen halten will, mit vielen Dienstleistern zu kooperieren."

Mehrheit will Managed Privat Cloud ausbauen

Moderator Korus seinerseits will von den Zuschauern wissen, wie denn ihre Pläne in Sachen Managed Private Cloud-Lösungen aussehen. Fazit: Nur knapp jeder Zehnte plant in dieser Hinsicht gar nichts, für die große Mehrheit ist es nur eine Frage des Zeithorizonts zwischen drei und zwölf Monaten.

Wie komplex diese Thematik ist, zeigt sich an einer weiteren Wortmeldung der Webcast-Nutzer. "Muss das Business warten, bis die IT die Managed Private Cloud on-premise beherrscht?", fragt jemand. Alle Diskussionsteilnehmer sind sich einig: das ist vor allem eine Frage der Kommunikation. Und zwar nicht nur zwischen Business und IT, sondern auch den Fachabteilungen, der Rechtsabteilung und des Controlling. Kalinke führt aus: "Es ist ein Change im ganzen Unternehmen!"

Hier den Webcast ansehen

Kommentare zum Artikel

comments powered by Disqus
Zur Startseite