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So klappt das Downgrade von Windows 10 auf Windows 7

04. August 2015
Von Thorsten Eggeling
Windows 7 ist ein bewährtes Betriebssystem, für das es noch bis 2020 Sicherheits-Updates gibt. Auch ein neuer PC mit Windows 8 oder 10 lässt sich auf Windows 7 downgraden. Wie das klappt, lesen Sie hier.

Wenn es nach MicrosoftMicrosoft geht, sollten Sie Windows so schnell wie möglich upgraden. Sie haben Windows 8 übersprungen? Dann bekommen Sie Windows 10 sogar gratis . Um den Druck fürs Upgraden zu erhöhen, gilt dieses Angebot aber nur für ein Jahr ab dem Erscheinungstermin. Danach müssen Sie für Windows 10 zahlen. Wer mit Windows 7 zufrieden ist, will sich aber vielleicht nicht auf diese Weise drängen lassen. Und eigentlich ist auch noch bis Januar 2020 Zeit. Denn bis dahin läuft der erweiterte Support, bei dem Microsoft Sicherheits-Updates für Windows 7 liefert. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Was aber tun, wenn PC oder Notebook nicht mehr so recht wollen und eine Neuanschaffung ansteht? Windows 7 gibt es offiziell nicht mehr zu kaufen, und Neugeräte werden nur noch mit Windows 8.1 oder Windows 10 ausgeliefert. Wer bei Windows 7 bleiben möchten, kann jedoch in vielen Fällen ein Downgrade-Recht in Anspruch nehmen und Windows 8 oder 10 durch Windows 7 ersetzen. Installation oder Upgrade der neueren Windows-Version zu einem späteren Zeitpunkt bleiben dabei jederzeit möglich. Sie können Windows 10 übrigens auch parallel zu Win 7 oder 8 installieren.

Das sagt Ihre Windows-Lizenz zum Downgrade

Wenn Sie Windows im Einzelhandel kaufen oder vorinstalliert zusammen mit einem neuen PC, erwerben Sie eine Lizenz. Die jeweiligen Lizenzbestimmungen regeln genau, was Sie mit der Software machen dürfen. Sie können den Lizenzvertrag einsehen, indem Sie die Tastenkombination Win-Pause drücken und auf "Microsoft-Softwarelizenzbedingungen lesen" klicken.

Viele Bestimmungen beziehen sich auf geistiges Eigentum und untersagen beispielsweise Änderungen an den Programmen oder die Vermietung. Bei einigen Windows-Editionen räumt Ihnen Microsoft auch ein Downgrade-Recht ein. Umfassende Rechte gibt es nur für Besitzer von Volumenlizenzen. Das sind in der Regel Unternehmen mit einer größeren Zahl von Windows-Installationen. Von Windows 8.1 Enterprise beispielsweise ist ein Downgrade auf fast jede beliebige Edition möglich. Auf PCs für Privatanwender ist oft Windows 8.1 Pro vorinstalliert. Oder Sie haben ein Gerät ohne Betriebssystem und dazu Windows 8.1 Pro mit der Bezeichnung "OEM" (Original Equipment Manufacturer) beziehungsweise "Systembuilder" erworben. Hier ist ein Downgrade auf Windows 7 Professional oder Windows Vista Business erlaubt. Für Windows 8.1 ("Core") gibt es keine Downgrade-Rechte.

Bei Redaktionsschluss lagen noch keine Lizenzbedingungen für die endgültige Version von Windows 10 vor. Es ist jedoch zu erwarten, dass für Windows 10 Pro ähnliche Regeln gelten. Ein Downgrade wäre dann auf Windows 8.1 Pro oder Windows 7 Professional möglich.

Im Microsoft-Software-Lizenzvertrag für Windows 8.1 Pro (OEM) heißt es: "Kann ich ein Downgrade der Software durchführen? - Sie sind berechtigt, anstelle der Software Windows 8.1 Pro eine der folgenden früheren Versionen zu verwenden: Windows 7 Professional oder Windows Vista Business."

Wie dieses Downgrade-Recht praktisch umzusetzen ist, wird im Lizenzvertrag nicht klar beschrieben. Es ist lediglich folgende Passage zu finden: "Weder der Hersteller bzw. das Installationsunternehmen noch Microsoft sind verpflichtet, Ihnen frühere Versionen zu liefern. Sie sind verpflichtet, die frühere Version separat zu erwerben." Die Logik dahinter ist schwer nachvollziehbar. Sie erhalten demnach zwar das Recht, Windows 7 statt Windows 8.1 zu installieren, aber nicht automatisch einen passenden Datenträger dafür. Die Aussage "separat zu erwerben" legt die Vermutung nahe, dass sich die Nutzer zusätzlich eine Windows-7-Lizenz kaufen sollen. In diesem Fall wäre der Käufer aber im Besitz einer gültigen Windows-7-und Windows-8-Lizenz, und könnte ohnehin installieren, was immer er will.

Etwas mehr Klarheit bringen die Erläuterungen auf der Microsoft-Seite " Informationen zu Downgraderechten ". Hier sind die nötigen Schritte für ein Downgrade genauer beschrieben. Darauf bezieht sich auch unsere Anleitung im letzten Punkt.