Module, USB-Sticks, WLAN-Router

So rüsten Sie WLAN-11ac in Notebooks nach

12. September 2014
Harald Karcher ist freier Autor in München. Er testet mobile Geräte vom Handy bis zum Laptop und mobile Netze von WLAN bis zu LTE.
Nicht nur für Power-User ist die Gigabit-Speed von WLAN-11ac ein klares Kaufargument. Dabei lässt sich die Funktechnik auch bei Laptops nachrüsten.

Wer ein Notebook mit superschnellem 11ac-WLAN möchte, muss unter Umständen nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. Das 11ac-Einbau-Modul Intel Dual Band Wireless-AC 3160 für 1x1 MIMO bis 433 MBit/s wurde im Internet per Sommer 2014 für 20 bis 25 Euro angeboten. Das doppelt so schnelle 11ac-Modul Intel Dual Band Wireless-AC 7260 für 2x2 MIMO bis 867 MBit/s hatte einen Straßenpreis von 25 bis 65 Euro, je nach Bauformat, und je nachdem, ob Bluetooth 4.0 mit auf der Platine sitzt.

Das Aufrüsten mit einem WLAN-11ac-Einbau-Modul muss nicht teuer sein.
Das Aufrüsten mit einem WLAN-11ac-Einbau-Modul muss nicht teuer sein.
Foto: Intel

Wenn ein älterer Laptop bereits Antennen für 5 GHz verbaut hat, kann man das "alte" WLAN-Modul ausbauen und ein neues 11ac-Modul an die 5GHz-Antennen anschließen. Hat der Laptop nur eine einzige 5GHz-Antenne, dann muss es kein 867-Megabit-Modul sein, weil der Laptop dann sowieso nur maximal 433 Megabit Brutto funken kann.

Die meisten Laptops lassen sich nach Lösung winziger Schräubchen leicht öffnen. Entweder man entfernt den kompletten Boden, oder eine Klappe im Boden, um an den WLAN-Modul-Steckplatz heran zu kommen. Bei einigen Laptops muss man die Tastatur entfernen, um "von oben" an die Funkmodulsteckplätze zu gelangen. Einige superdünne Laptops sind allerdings extrem filigran gearbeitet: Die schraubt man lieber nicht mehr selber auf und verzichtet auf Nachrüstungs-Experimente. Außerdem nicht vergessen: Hände und Werkzeuge erden, bevor man die Elektronik im Laptop berührt, damit es nicht zu statischen Entladungen an den Bauteilen kommt.

Laptops mit externen 11ac-USB-Sticks aufrüsten

Hier steckt ein 867 MBit/s schneller Netgear AC1200 WLAN-USB-Adapter, Model A6200, um 90 Grad abgewinkelt aufrecht in einem Dell Business-Laptop.
Hier steckt ein 867 MBit/s schneller Netgear AC1200 WLAN-USB-Adapter, Model A6200, um 90 Grad abgewinkelt aufrecht in einem Dell Business-Laptop.
Foto: Harald Karcher

11ac-USB-Sticks sind die einfachste Methode, einen vorhandenen Laptop oder Desktop-PC auf Gigabit-WLAN nachzurüsten: Software installieren, 11ac-Stick einstecken, und ein paar Minuten später mit WLAN-AC surfen. In der Regel empfiehlt es sich, den in vielen Laptops eh schon eingebauten 11a/b/g/n-Adapter zu deaktivieren, um das System nicht durch zwei WLAN-Adapter zu verwirren. Es gibt aber auch Software, die mit zwei WLAN-Funkmodulen umgehen kann, etwa den Xirrus WiFi Inspector, den wir oft zu WLAN-Messzwecken in einem Dell-Laptop mit dessen internem 11n-Festeinbau-Modul von Intel und einem externen 11ac-USB-Adapter A6200 von Netgear gleichzeitig verwenden.

Viele 1x1-MIMO-Sticks bis 433 MBit/s, etwa von AVM, Linksys oder Netgear, sind gut drei Zentimeter lang, davon steckt etwa ein Zentimeter im USB-Slot des Laptops oder Desktops und zirka zwei Zentimeter schauen heraus. Diese Sticks gibt es schon unter 30 Euro.

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