Unternehmen müssen bei Social Media aufholen

So ticken IT-Bewerber

08. April 2013
Bettina Dobe ist freie Journalistin aus München. Sie hat sich auf Wissenschafts-, Karriere- und Social Media-Themen spezialisiert. Sie arbeitet für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland.
Obwohl heiß begehrt, sind IT-Experten besonders pessimistisch, was den Traumjob angeht. Eine Monster-Studie offenbart auch Nachholbedarf bei Mobile Recruiting.

Was wollen Bewerber? Worauf legen sie Wert? Angesichts der Knappheit an IT-Fachkräften müssen Entscheider wissen, was künftige Mitarbeiter wollen. Das Jobportal Monster hat zusammen mit den Universitäten Frankfurt und Bamberg in der Studie "Bewerbungspraxis 2013" mit mehr als 6000 Teilnehmern ermittelt, welche Anforderungen Bewerber haben. IT-Bewerber bildeten mit elf Prozent den größten Anteil der Befragten.

Wechselwillige Bewerber

Trotz IT-Fachkräftemangels blicken Informatiker pessimistischer in die Zukunft als andere Berufsgruppen.
Trotz IT-Fachkräftemangels blicken Informatiker pessimistischer in die Zukunft als andere Berufsgruppen.
Foto: Monster Worldwide Deutschland GmbH

Trotz Angst vor Arbeitslosigkeit: Wer Karriere machen will, der wechselt seinen Job. Gut ein Drittel (30,3 Prozent) plant laut Studie, seinen Job kündigen zu wollen. Jeder Zehnte hat das sogar schon getan. Ein Viertel glaubt, dass der Traumjob in greifbarer Nähe ist. Die Studie zeigt aber auch, dass ITler weniger optimistisch als andere sind: Nur gut 18 Prozent der IT-Bewerber glauben, dass sie in diesem Jahr ihren Traumjob finden und liegen damit weit unterm Durchschnitt. Auch die Chancen, einen ihren Anforderungen genügenden Job zu finden, schätzen sie wesentlich niedriger ein. Und wie muss der Traumjob des Bewerbers 2013 aussehen?

So sieht der Traumjob aus

Besonders wichtig sind Bewerbern ein gutes Arbeitsklima, flexible Arbeitszeitmodelle und Karrierechancen. Auch die oft beschworene Work-Life-Balance und eine offene "Kultur der Wissensweitergabe" sei den Bewerbern wichtig, heißt es in der Studie. Das GehaltGehalt ist dagegen weniger wichtig. "Bei aller Individualität ist dem Bewerber 2013 Work-Life-Balance wichtiger als Gehalt", sagt Professor Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Universität Bamberg. Und wie hören Mitarbeiter vom neuen Job? Alles zu Gehalt auf CIO.de

Immer mehr Bewerber setzen auf Online-Jobbörsen. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) aller Jobangebote stehen auf Internet-Stellenbörsen, und diese Art des Recruitings hat Erfolg: 37 Prozent der Einstellungen gehen auf diese Anzeigen zurück. Stellenanzeigen auf Unternehmens-Websites führen dagegen nur zu 29,3 Prozent der Neueinstellungen.