IT-Evolution

So wird SOA was

20. September 2008
Vier typische Entwicklungsschritte charakterisieren die Serviceorientierte Architektur im Unternehmen. Viele Firmen stehen bei dieser Evolution erst am Anfang. Das muss aber nicht so bleiben.

Die Welt der Informationstechnologie bewegt sich ständig vorwärts. Viele CIOs befinden sich bei dieser Vorwärtsbewegung in einem Dilemma: Zahlreiche ihrer Altsysteme entstanden, als Programmierer die Prozessautomatisierung des Arbeitsplatzes mit jetzt längst in die Jahre gekommenen Technologien und
Werkzeugen lösten.

Heutzutage werden mehr als 80 Prozent des IT-Budgets darauf verwandt, diese geschäftskritischen Systeme zu erhalten und zu verwalten. Und – was nicht weiter verwundert: Die Kosten dafür werden in den nächsten Jahren noch steigen.

Dies lässt nicht viel finanziellen Spielraum für Neuentwicklungen zur notwendigen IT-Transformation, die die Vorteile offener Systeme, Service-orientierter Architekturen und prozessgetriebener Workflow-Systeme
konsequent ausnutzen.

Offene Standards, Internet-Computing-Modelle und die Herausforderung, SOA einführen zu müssen – oder
gar zu wollen –, ist aber die Chance, die bis dahin fest verwurzelten Systeme zu entkoppeln, die enthaltenen
Funktionen vertikaler Silos miteinander zu verbinden, als Services zu neuen Prozessketten zu verknüpfen und damit die IT neu zu positionieren.

Stillstand ist keine Option; der steigende Wettbewerbsdruck fordert äußerst agile und kosteneffektive IT-Architekturen, um das sogenannte Business Execution Gap, die immer größer werdende Schere zwischen der Forderung aus der Geschäftsstrategie nach schnellerer und flexiblerer Produkteinführung und den durch vertikale Altsysteme höheren Reaktions- und Implementierungszeiten, zu schließen.

Auf dem Sprung zu Einsparungen

Höhere Investitionen bei steigender Bindung der Mittel und wachsendem Einspardruck, Innovationsdruck bei gleichzeitigem Erhalt der Altsysteme: Ist das ein Dilemma für den CIO, dem er nicht entrinnen kann?

Ein evolutionäres Vier-Phasen-Modell zur Infrastruktur-Governance kann Abhilfe schaffen. Jede Phase des Modells zeichnet sich dadurch aus, dass sie ohne Vorgänger oder Nachfolger ablaufen kann und sich selbst amortisiert. Ein Einstieg ist in jeder Phase möglich, sofern die notwendigen Einstiegsbedingungen erfüllt sind. Eine Rückwärtsintegration ist nicht zwingend. Phasen können nur Teilbereiche des Unternehmens betreffen und in verschiedenen Organisationseinheiten parallel in verschiedenen Stufen ablaufen. Nicht jedes Unternehmen muss in der letzten Phase enden, sofern das beschriebene Geschäftsziel vorher erreicht wird.

Und so sehen die vier Phasen bis zur Einführung Service-orientierter Architekturen beispielhaft aus: