Integration der IT-Architektur bringt Vorteile

SOA als Mittel gegen Isolation

19. Juli 2004
Von Detlef Scholz
Zeit, Kosten und Komplexität von Integrationsprojekten lassen sich durch den Einsatz einer Service-orientierten Architektur (SOA) deutlich reduzieren. Ihr Einsatz erleichtert die effiziente Nutzung bereits vorhandener Systemkomponenten und Applikationen. Dies zeigt eine Analyse von Forrester.

Neue Verordnungen, neue Wettbewerbsbedingungen, neue Geschäftsfelder – kaum eine Branche muss sich so häufig Veränderungen anpassen wie die IT. Unglücklicherweise erweisen sich die meisten Enterprise-Anwendungen als schwerfällig. Sie lassen sich gar nicht oder nur mit viel Aufwand an neue Gegebenheiten anpassen. Auch der zunehmende Grad an Komplexität der IT-Infrastruktur begrenzt die Möglichkeiten rascher Reaktionen auf neue Geschäftsbedingungen.

Es wundert daher nicht, dass die Kosten für integrierende ProjekteProjekte so hoch sind. Die Lösung heißt hier laut Forrester Service-Orientierung. Ein Blick auf frühere Fallstudien zeigt, dass Unternehmen mit SOA die Kosten für Integrationsprojekte und Wartung/Pflege um 30 Prozent oder mehr reduzieren können. Es ist hauptsächlich die erhöhte Leistungsfähigkeit durch wiederverwendbare Systemkomponenten, die solche Einsparungen ermöglichen. Alles zu Projekte auf CIO.de

Serviceorientierung besteht laut Forrester im Prinzip aus Richtlinien, die IT-Komponenten als standardisierten Service beschreiben. Dieser kann über ein wohldefiniertes Interface angefordert werden. Demnach ist SOA eine einheitliche Software-Infrastruktur und Design-Vorgehensweise bezüglich der Entwicklung und Integration von service-orientierten Applikationen.

Das SOA-Konzept ist seit einiger Zeit bekannt. Es basiert auf message-orientierter Middleware (MOM) und integrierten Plattform-Lösungen. Die wichtigste Neuerung bei SOA sind bewährte Web-Service-Standards. Sie unterstützen sich gegenseitig und erlauben die Implementierung Service-orientierter Applikationen.

Technische Barrieren

Die Anwendungen der vergangenen 30 Jahre haben die Organisationsstruktur, für die sie entwickelt wurden, modifiziert. Die Programmierer nutzten dabei zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Systemarchitekturen. So errichteten sie (ungewollt) technische Barrieren für die Integration. Isolierte Anwendungen, die nur schwer integriert werden können, waren zwangsläufig die Folge.