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SOA bleibt reines IT-Thema

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Unternehmen, die eine SOA einführen, verfolgen damit klare strategische Ziele. Sie wollen ihre Prozesse verbessern, um flexibler und agiler auf Markterfordernisse zu reagieren und Kosten zu senken. Bei der SOA-Einführung stehen deutsche Unternehmen jedoch noch am Anfang. Zudem beginnen SOA-Initiativen meist mit kleinen Projekten und überschaubaren Budgets. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des Analystenhauses Wolfgang Martin Team.
Die meisten Unternehmen wollen mithilfe einer SOA ihre Flexibilität sowie Produktivität erhöhen und Kosten senken.
Die meisten Unternehmen wollen mithilfe einer SOA ihre Flexibilität sowie Produktivität erhöhen und Kosten senken.

Eine SOA ermöglicht die prozess-orientierte Ausrichtung der Anwendungslandschaft und trägt damit zu flexiblen und agilen Geschäfts-Prozessen bei. Eine service-orientierte IT-Landschaft ist dabei ein Mittel um die Wettbewerbs-Position von Unternehmen zu festigen und auszubauen.

Strategische Ziele erreichen

Diese strategischen Ziele, welche mit einer SOA-Einführung verbunden sind, haben die Befragten klar erkannt. Insgesamt 67 Prozent gaben an, damit mehr Flexibilität (28 Prozent) in ihre Prozesse bringen zu wollen, Kosten zu reduzieren (15 Prozent), die Produktivität zu steigern (13 Prozent) sowie die Qualität der Prozesse zu verbessern (elf Prozent).

Eindeutig sind auch die Antworten, für welche Anwendungen sich eine SOA rechnet. Auf Platz eins setzten die Befragten Business Process ManagementBusiness Process Management (BPM) mit 19 Prozent. Nimmt man die benachbarten Disziplinen Corporate Performance ManagementPerformance Management (CPM) und Einführung von Geschäftsregeln (Business Process Rules) hinzu, steigt der Wert auf 33 Prozent. Alles zu Business Process Management auf CIO.de Alles zu Performance Management auf CIO.de

Weiter fragten die Analysten, welche Anwendungen die Services für eine SOA liefern. Hier stehen ERP-Systeme mit 22 Prozent an erster Stelle, gefolgt von CRM-Anwendungen mit 19 Prozent und Datawarehouse-Applikationen mit 13 Prozent. Aufschlussreich ist, dass 13 Prozent der befragten Firmen angaben, dass selbstentwickelte Anwendungen auf Basis von Windows die Service-Lieferanten für eine SOA sind.