Lieber in die Kneipe als ins Web

Social Networking: Nur nicht den realen Kontakt verlieren

27. Dezember 2007
Von Alexander Galdy
Wer beim Social Networking zu sehr auf Online-Portale wie Xing setzt, um neue Geschäftskontakte zu knüpfen, läuft Gefahr, Chancen zu vergeben. Schnell steht man dann allein da. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Vodafone UK. Demnach kommt es auf die richtige Balance zwischen alten und neuen Methoden an.
Beim Social Networking verbinden die Meisten immer noch am liebsten das Nützliche mit dem Angenehmen.
Beim Social Networking verbinden die Meisten immer noch am liebsten das Nützliche mit dem Angenehmen.

Trotz des momentanen Hypes um Networking-Portale gehören sie nicht zu den favorisierten Orten, an denen sich Manager untereinander oder mit Kunden treffen. Beliebte Treffpunkte sind nach wie vor gehobene Restaurants, in denen sich 47 Prozent der Befragten am liebsten bei einem Geschäftsessen austauschen.

Rund ein Viertel zieht einen Drink in einem exklusiven Club für ein Gespräch vor. Mehr als zehn Prozent der britischen Manager beginnen eine Geschäftsbeziehung am liebsten auf dem Golfplatz - betrachtet man nur die Schotten, sind es sogar zweimal so viele. Nach guter alter britische Manier, ist auch das Pub für ein Drittel der geeignete Ort zum Networking.

Telefon oder E-Mail?

Die Umfrage zeigt außerdem, dass das Telefon immer noch das wichtigste Werkzeug beim Networking ist - 60 Prozent nutzen es. Der Anteil sinkt aber mit zunehmendem Alter der Manager. Während diejenigen über 40 noch am liebsten zum Hörer greifen, zeigt sich bei denen unter 30 ein anderes Bild. Um mit Kunden zu verhandeln, zieht es fast die Hälfte von ihnen vor, per Mail zu kommunizieren.

Bei allen Vorteilen sollten Mails nicht das einzige Kommunikations-Mittel sein. Jeder fünfte Manager würde keine Geschäfte mit jemanden machen, dem er noch nie von Angesicht zu Angesicht gegenüberstand. Ein Viertel lehnt Geschäfte mit jemandem ab, mit dem man nicht vor Kurzem wenigstens telefoniert hat.