Lünendonk-Listen

Software-Geschäft in Deutschland geschrumpft

25. Mai 2010
Von Nicolas Zeitler
Microsoft und SAP führen den deutschen Software-Markt an, büßten 2009 aber Umsatz ein. Der Drittplatzierte Oracle konnte dagegen zulegen.
Microsoft, SAP, Oracle: Die Reihenfolge der ersten drei unter den Top 25 der Anbieter von Standard-Software ist gleich geblieben.
Microsoft, SAP, Oracle: Die Reihenfolge der ersten drei unter den Top 25 der Anbieter von Standard-Software ist gleich geblieben.
Foto: Lünendonk

Microsoft und SAPSAP, die führenden Anbieter von Standard-Software, haben 2009 in Deutschland geringere Umsätze erzielt als im Vorjahr. Das geht aus den Lünendonk-Listen hervor, die das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk aus Bad Wörishofen jetzt veröffentlicht hat. Der Drittplatzierte, OracleOracle Deutschland, konnte dagegen im Deutschlandgeschäft zulegen. Alles zu Oracle auf CIO.de Alles zu SAP auf CIO.de

MicrosoftMicrosoft verkaufte bundesweit Software für 2,3 Milliarden Euro - ein Rückgang um 0,2 Milliarden im Vergleich zu 2008. In ähnlicher Größenordnung liegt der Rückgang für die SAP AG, die von knapp 2,2 Milliarden auf etwas mehr als zwei Milliarden zurückfiel. Oracle steigerte sich dagegen in Deutschland von 669 Millionen Umsatz im Jahr 2008 auf zuletzt 685 Millionen. Alles zu Microsoft auf CIO.de

7,4 Milliarden Euro Umsatz mit Standard-Software

Die beiden Führenden auf der Lünendonk-Liste stehen als Verlierer nicht alleine da. Zwölf der Top 25 konnten ihren Umsatz 2009 nicht steigern oder mussten sogar Rückgänge hinnehmen. Lünendonk spricht zwar davon, dass die Umsätze der gelisteten Unternehmen um durchschnittlich 3,3 Prozent gestiegen sind. Die Zahl darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Geschäft in absoluten Zahlen betrachtet geschrumpft ist: um 278 Millionen auf jetzt 7,4 Milliarden Euro.

Andererseits konnten fünf der gelisteten Unternehmen ihre Umsätze um zweistellige Prozentsätze erhöhen. Am stärksten gewann BMC Software aus Frankfurt am Main. Der Siebtplatzierte in der Liste legte um 25 Prozent von 105,6 auf 132 Millionen Euro zu.