False Positive-Rate für rund jeden Dritten das Haupt-Kriterium bei Antispam-Filtern

Spam-Filter blockieren wichtige Nachrichten

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Der Verlust geschäftskritischer E-Mails durch falsches Einordnen des Spam-Filters stehe auf der Tagesordnung, unkt der Anbieter Eleven in einer Studie. Immerhin gehen 56 Prozent der Befragten davon aus, sie hätten schon einmal eine geschäftskritische Nachricht übersehen oder gar nicht erst bekommen.

43 Prozent berichten außerdem, dass eigene Mails wegen eines Filters den Empfänger nicht erreicht hätten, weil sie vom Filter falsch klassifiziert wurden. 38 Prozent der Studienteilnehmer können einen solchen Fall zumindest nicht ausschließen. Nur jeder Fünfte ist sicher, dass noch nie eine von ihm verschickte Nachricht fälschlicherweise im Spam-Filter hängen geblieben ist.

Dass ihnen relevante E-Mails durch die Lappen gehen könnten, betrachten sechs von zehn Befragten als größte Gefahr von Spam. Ebenso große Sorgen bereitet den Entscheidern die Belastung der Infrastruktur durch unerwünschte Nachrichten. 45 Prozent der Befragten zählen außerdem Sicherheitsbedrohungen durch Viren oder Spyware sowie Schäden durch geringere Produktivität auf.

Eine False Positive-Rate, die bei Null liegt, halten 35 Prozent der Befragten daher für das entscheidende Kriterium bei der Auswahl eines Spam-Filters. Damit rangiert dieser Punkt auf Platz zwei hinter dem Faktor "höchste Spam-Erkennungsrate" mit 40 Prozent. Für 13 Prozent ist die einfache Inbetriebnahme und Administration entscheidend, für elf Prozent, dass der Filter unerwünschte Mails in einen Quarantäne-Ordner schiebt.

Darüber hinaus hat die Befragung ergeben, dass ein Abflauen der Spam-Flut wohl nicht so schnell zu erwarten ist. Im Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate jedenfalls schätzt mehr als jeder Zweite (55 Prozent), das Spam-Aufkommen habe sich mehr als verdoppelt. Weitere 24 Prozent schätzen, dass es um ein Viertel zugenommen hat. Gleichzeitig erklärt eine Minderheit von drei Prozent, weniger unerwünschte Sendungen erhalten zu haben.

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