Best Pratices bei der Datenunterdrückung

Sparen dank bereinigter Mailing-Listen

06. Januar 2006
Von Tanja Wolff
Mehr als die Hälfte der Firmen in Großbritannien und den Niederlanden setzten bei Mailing-Aktionen auf Datenunterdrückung. Dabei werden die Adressen von Verstorbenen, Verzogenen und Mailing-Ablehnern für den Versand nicht mehr berücksichtigt. Laut einer Untersuchung des Lösungsanbieters Experian ist in Italien und Frankreich diese Technolgie nicht weit verbreitet.

Der Studie zufolge nutzt die größte Mailing-Liste wenig, wenn sie veraltet ist und dadurch eine hohe Rate an nicht mehr aktiven Adressen beinhaltet. Für Firmen ist es sinnvoll, die Adressen von Verstorbenen, Verzogenen oder Mailing-Ablehnern zu unterdrücken, um unnötige Kosten zu verhindern. Das wird häufig durch so genannte Robinson-Listen erreicht, in denen die nicht mehr verwendbaren Adressen zentral gesammelt werden.

Das Ergebnis zeigt, dass Länder, in denen solche Robinson-Listen verbreitet sind, auch eine deutlich höhere Quote der Daten-Unterdrückung aufweisen. So werden 52 Prozent der britischen, 51 Prozent der niederländischen und 37 Prozent der irischen Direktmarketing-Aktionen mit bereinigten Adressdaten durchgeführt. Im Gegensatz dazu war das in Frankreich und Italien nur bei sieben und zehn Prozent der Kampagnen der Fall.

Der Grund dafür ist ein unterschiedlich ausgeprägtes Risikobewusstsein. Mehrere Wirtschaftsinitiativen hätten in Großbritannien, Irland und den Niederlanden die Risiken aufgedeckt und den Unternehmen nahe gelegt, Best-Practice-Verfahren zur Datenunterdrückung zu nutzen, sagt Andreas Bornemann, Marketingleiter bei Experian.

Laut der Analyse sollen in den kommenden Jahren auch in den anderen Ländern neue Verzeichnisse eingeführt werden, so dass dort ähnliche Datenunterdrückungsraten zu erwarten sind.