Musik-Streaming

Spotify holt sich 400 Millionen Dollar bei Investoren

13. April 2015
Spotify rüstet sich mit Hunderten Millionen Dollar an frischem Geld für den anstehenden Wettbewerb mit Apple und anderen Streaming-Anbietern.

Der Musikdienst Spotify holt sich laut Medienberichten eine riesige Finanzspritze von 400 Millionen Dollar bei Investoren. Die gesamte Firma werde dabei mit mehr als acht Milliarden Dollar bewertet, berichtete die "New York Times" in der Nacht zum Samstag. Dem "Wall Street Journal" zufolge liegt die Bewertung bei 8,4 Milliarden Dollar.

Musik streamt Spotify für alle - und jeder Vierte zahlt.
Musik streamt Spotify für alle - und jeder Vierte zahlt.

Spotify ist der Marktführer im Geschäft mit Musik-Streaming, bei dem die Songs direkt aus dem Internet abgespielt werden. Die schwedische Firma hat etwa 60 Millionen Nutzer, von denen rund jeder vierte für Werbefreiheit und Premium-Features zahlt.

Die Bewertung entscheidet bei einer Finanzierungsrunde darüber, welchen Anteil an einem Unternehmen Investoren für ihr Geld bekommen. Im aktuellen Fall dürfte es für 400 Millionen Dollar also um knapp fünf Prozent an Spotify gehen.

So sieht die Desktop-App von Spotify auf dem Mac aus.
So sieht die Desktop-App von Spotify auf dem Mac aus.
Foto: Spotify

Unter den Investoren seien die Bank Goldman Sachs sowie ein Fonds aus Abu Dhabi, schrieb das "Wall Street Journal". Der Deal sei im Prinzip ausgehandelt und solle in den kommenden Wochen festgezurrt werden. Spotify holte sich bisher rund 500 Millionen Dollar bei Geldgebern. Seit langem wird auch ein Börsengang erwartet.

Daniel Ek ist Mitgründer und CEO von Spotify.
Daniel Ek ist Mitgründer und CEO von Spotify.
Foto: Spotify

Das Streaming-Geschäft steht vor dem Eintritt eines neuen starken Wettbewerbers: AppleApple will laut Medienberichten in den nächsten Monaten den zugekauften Service Beats international einführen. Bisher ist er nur in den USA verfügbar. Laut Medieninformationen will Apple unter anderem die Sängerin Taylor Swift für exklusive Veröffentlichungen gewinnen. Sie hatte im vergangenen Jahr ihre Alben medienwirksam bei Spotify abgezogen, weil dieser Dienst auch ein werbefinanziertes Gratis-Angebot hat. Alles zu Apple auf CIO.de

Martin Lorentzon ist Mitgründer und Chairman von Spotify.
Martin Lorentzon ist Mitgründer und Chairman von Spotify.
Foto: Spotify

In der Gratis-Version von Spotify gibt es Werbeunterbrechungen, außerdem können die Nutzer nicht einzelne Songs auswählen und nur eine begrenzte Anzahl überspringen. Laut Medienberichten gibt es Druck aus der Musikindustrie, die Gratisnutzung von Spotify weiter einzuschränken.

Stefan Zilch ist seit 2012 DACH-Chef von Spotify.
Stefan Zilch ist seit 2012 DACH-Chef von Spotify.
Foto: Spotify

Nachdem Video-Streamingdienste wie Netflix oder AmazonAmazon Prime bereits um Kunden mit exklusiven Inhalten buhlen, scheint auch das auch bei Musik-Services zu einem wichtigen Faktor zu werden. So zog der Rapstar Jay-Z jüngst sein populäres Album "Reasonable Doubt" bei Spotify und macht es bei seinem eigenen Streaming-Dienst Tidal verfügbar. (dpa/tc) Alles zu Amazon auf CIO.de

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