Gefahren unterschätzt

Spyware größte Bedrohung für Netzwerksicherheit

28. Januar 2005
Von Dorothea Friedrich
Zwei Drittel aller IT-Verantwortlichen halten Spyware für die größte Bedrohung im Netz. Doch immer noch haben Viren- oder Pishing-Schutzmaßnahmen Vorrang vor der Abwehr von Spyware-Attacken. Mehr als die Hälfte aller IT-Nutzer wussten nicht einmal, was Spyware ist. Das ergab eine Befragung des amerikanischen IT-Sicherheitsanbieters Watchguard.

66 Prozent aller befragten IT- Manager und Administratoren sehen in Spyware-Angriffen auf ihr Netzwerk das größte Gefahrenpotzenzial für die Netzsicherheit in diesem Jahr. Sie stufen das unbefugte Ausspähen von Privat- und/oder Firmendaten als größeres Sicherheitsrisiko als Viren- oder Pishing-Attacken ein.

Spyware-Attackenabwehr hat oberste Priorität.
Spyware-Attackenabwehr hat oberste Priorität.

Allerdings sehen nur 38 Prozent der Führungskräfte Spyware als ähnlich gefährlich an wie ihre IT-Mitarbeiter. 54 Prozent räumen immer noch der Virenbekämpfung im Netz oberste Priorität ein. Mehr als die Hälfte der IT-Nutzer in ihren Unternehmen wisse nicht einmal, was Spyware sei, gaben drei Viertel der befragten Administratoren an.

Für Mark Stevens, Chefstratege bei Watchguard zeigen die Umfrageergebnisse, "die große Angst der IT-Manager vor Spyware, während sich viele andere im Unternehmen der Gefahr gar nicht bewusst sind". Um Netzwerkschutz zu garantieren, sei Aufklärung die beste Verteidigung. Alle Nutzer müssten Sicherheitsrisiken und finanzielle Folgen von Spyware-Attacken ebenso verstehen wie die Maßnahmen, die sie zu ihrem eigenen und dem Schutz von Netzwerken ergreifen könnten.

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