14 Prozent der Unternehmensrechner infiziert

Spyware verbreitet sich massiv

06. April 2005
Von Ingo Butters
Programme, die auf fremden Computern Daten und Eingaben ausspionieren, haben sich innerhalb weniger Monate stark verbreitet. Eine gemeinsame Untersuchung des Software-Anbieters Webroot und des Providers Earthlink ergab, dass Firmen insbesondere durch so genannte System-Monitore bedroht sind. Die Programme können alle Eingaben protokollieren.

Zwischen Oktober und Dezember vergangenen Jahres stieg demnach die Zahl der Rechner, auf denen System-Monitore gefunden wurden, um 230 Prozent. Die Anzahl der aufgespürten Trojaner hat im selben Zeitraum um 114 Prozent zugenommen.

Insgesamt wurden bei der Untersuchung auf jedem Computer, auch denen von Privatnutzern, durchschnittlich 25 potenziell bedrohliche Programme entdeckt. Bei Firmen-Computern liegt dieser Wert mit 18 Programmen nur unwesentlich niedriger.

Besonders stark verbreitet bei Rechnern in Unternehmen sind so genannte System-Monitore: Die Programme, die alle Nutzereingaben protokollieren und an Dritte weitergeben können, wurden auf 14 Prozent der Firmen-PCs entdeckt.

Neun Prozent der Rechner in Unternehmen waren von Trojanern befallen. Durch sie können Hacker Daten von den Computern stehlen oder sogar die vollständige Kontrolle über das System übernehmen.

Webroot, ein Anbieter von Anti-Viren-Lösungen, und der Internet-Provider Earthlink führen den "Spyware-Report" einmal im Quartal durch. Dabei werden Rechner weltweit sowie Firmen-Computer aus den USA auf schädliche Programme hin untersucht. Insgesamt wurden bisher 4,6 Millionen PCs und Laptops, darunter 28.000 Firmen-Rechner gescannt.

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