Die Produktivität der IT erhöhen

Standardisierte IT-Infrastrukturen senken Kosten

21. März 2007
Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Die richtige Nutzung der Informations-Technologie entscheidet in hohem Maße über Leistungsfähigkeit und Erfolg von Unternehmen. Firmen, die ihre IT-Infrastrukturen und Technologie-Plattformen standardisieren, können Geschäfts-Prozesse rasch und kosteneffizient an geänderte Anforderungen anpassen. Speziell Mittelständler haben jedoch noch Probleme, IT-Investitionen optimal an Geschäfts-Prozessen und Unternehmenszielen auszurichten, wie eine Untersuchung von Accenture herausfand.
Auf Basis einer einheitlichen IT-Infrastruktur lassen sich IT-Architekturen effizienter an Geschäftsstrategien ausrichten.
Auf Basis einer einheitlichen IT-Infrastruktur lassen sich IT-Architekturen effizienter an Geschäftsstrategien ausrichten.

Fast der Hälfte der befragten Unternehmen fällt es nach wie vor schwer, IT-Strategie und -Budgets eng an Unternehmenszielen und den unterschiedlichen Bedürfnissen in den einzelnen Bereichen auszurichten. Zudem erklären 55 Prozent, dass ihre Budgets falsch verteilt sind. Dreiviertel der Befragten investieren noch überwiegend in Betrieb und Wartung bestehender Systeme statt sich auf Basis technologischer Innovationen auf geplante ProjekteProjekte oder neue geschäftliche Herausforderungen vorzubereiten. Alles zu Projekte auf CIO.de

Laut Studie werden die Verbesserungs-Potenziale vor allem im Vergleich mit dem Vorgehen der "Besten der Besten", den so genannten "High-Performance-Unternehmen" sichtbar. Diese treiben die Industrialisierung von Geschäfts-Prozessen und IT-Infrastrukturen bewusst voran. Gleichzeitig unterscheiden sie klar zwischen Kern- und Nicht-Kerngeschäfts-Funktionen und verfolgen für beide jeweils unterschiedliche IT-Strategien. Durch die Verwendung standardisierter Technologie-Plattformen und IT-Infrastrukturen können sie neue und innovative Geschäfts-Strategien nicht nur rasch und zu überschaubaren Kosten umsetzen, sondern sich auch schnell an neue und unvorhergesehene Marktentwicklungen anpassen.

Gezielt in innovative Lösungen investieren

High-Performance-Unternehmen stellen zudem Querschnitts-Funktionen wie Planung und Controlling oder das Berichtswesen systematisch auf skalierbare Standard-Anwendungen um, halten dadurch die Kosten für Basis-IT-Leistungen in den Querschnittsbereichen niedrig und investieren gezielt in die Entwicklung innovativer Lösungen für das Kerngeschäft.

Den Analysten zufolge denken jedoch die meisten Unternehmen im deutschsprachigen Raum - anders als beispielsweise im angelsächsischen Raum - noch überwiegend in Systemen und deren Instandhaltung und nicht in Innovationen. Gerade kleine und mittelständische Betriebe haben den Beratern zufolge Schwierigkeiten, die Rentabilität einzelner IT-Investitionen präzise zu messen, entsprechend zu planen und die Prioritäten so zu setzen, dass sie einen maximalen Wertbeitrag für das Unternehmen schaffen.