Ericsson

Starke Position in Gerangel um nächsten Mobilfunk-Standard 5G

12. Januar 2015
Der nächsten Datenfunk-Standard 5G soll die mobile Kommunikation von heutigen Engpässen befreien. Doch noch rangeln Europäer, Chinesen und Amerikaner um die Umsetzung. Der Ericsson-Konzern aus Schweden glaubt, dass Europa in einer starken Position ist.

Der schwedische Telekomausrüster Ericsson sieht als Marktführer gute Chancen, den 5G-Standard für die nächste Generation mobiler Datennetze deutlich mitzuprägen. "Ericsson ist in einer sehr starken Position dafür", sagte Konzernchef Hans Vestberg der Deutschen Presse-Agentur auf der Technik-Messe CES in Las Vegas.

Ericsson-Chef Hans Vestberg sprach in Las Vegas mit der dpa.
Ericsson-Chef Hans Vestberg sprach in Las Vegas mit der dpa.
Foto: Ericsson

Mit der 5G-Technik sollen die Mobilfunknetze noch einmal drastisch schneller werden und die Daten Dutzender Milliarden vernetzter Geräte umschlagen können. Der Standard dafür wird gerade erst festgezurrt, europäische, amerikanische und chinesische Telekom-Player verfolgen dabei eigene Interessen. "Es gibt immer ein gewisses Gerangel", sagte dazu Vestberg. "Wir glauben aber nicht, dass es sinnvoll wäre, verschiedene Standards in einzelnen Weltregionen zu haben." Ericsson habe als Weltmarktführer großes Interesse daran, dass es einen weltweiten einheitlichen Standard gibt.

Den Wettbewerb durch chinesische Wettbewerber wie ZTE und Huawei kommentiert Vestberg gelassen. "Sie sind seit 15 Jahren auf dem Markt." Das sei also nichts neues. "In manchen Bereichen sind sie ein Wettbewerber für uns, in anderen sind es Unternehmen wie IBM, HP, Oracle oder Cisco." Die chinesischen Netzausrüster, die eine aggressive Preispolitik fahren, haben sich in den vergangenen Jahren zu starken Rivalen für die ursprünglichen Platzhirsche der Branche aus Europa und den USA entwickelt. (dpa/tc)

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