Toner-Emission hält sich größtenteils in Grenzen

Staub aus Laser-Druckern ist ungefährlich

26. Februar 2007
Von Tanja Wolff
In Büros mit Laser-Drucker oder Kopierer herrscht keine große Gesundheitsgefährdung für Mitarbeiter. Laut den ersten Ergebnissen einer Untersuchung des Instituts für Innenraum- und Umwelttoxikologie am Universitätsklinikum Gießen lassen sich in der Raumluft der Arbeitsplätze derzeit keine Hinweise auf akute gesundheitliche Auswirkungen durch Feinstaub ableiten.

Der Studie zufolge lagen die Messwerte von Partikeln und Stäube, bis auf wenige Ausreißer, unterhalb von Werten, die gesundheitlich bedenklich sind. Sobald Drucker und Kopierer angeschaltet wurden, konnte ein deutlicher Anstieg (zwischen zehn und 1.000 Nanometern) bei ultrafeinen Partikeln beobachtet werden. Eine daraus resultierende mögliche gesundheitliche Folge dieses vorübergehenden Anstiegs wird noch bewertet.

Bei 40 Prozent der Büros waren die TVOC-Werte nach Inbetriebnahme der Laser-Drucker erhöht.
Bei 40 Prozent der Büros waren die TVOC-Werte nach Inbetriebnahme der Laser-Drucker erhöht.

Für die Analyse untersuchten die Wissenschaftler die Raumluft in drei Phasen: 1. nach nächtlicher Ruhe bei geschlossenem Fenster und ohne Personen, 2. bei Druckerbetrieb, nach einer bestimmten Anzahl gedruckter Dokumente und 3. beim Arbeitsbetrieb.

In den untersuchten Büroräumen konnten Konzentrationen an flüchtigen organischen Verbindungen (TVOC) zwischen wenigen Mikrogramm pro Kubikmeter Luft und Maxima von etwa 330 Mikrogramm gemessen werden. Bei 40 Prozent der Räume waren die TVOC-Werte in der Raumluft nach Anschalten des Laserdruckers erhöht.

Die Konzentration von TVOC konnte aber nicht büroraumspezifischen Faktoren, wie Raumgröße oder Klimaanlage, beziehungsweise bestimmten Drucker- und Tonertypen zugeordnet werden. Die Werte in Ruhe-, Drucker- und Arbeitsbetrieb lassen auf keine gesundheitsgefährdenden Effekte schließen.

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