Sicherheitslücken auf die Spur kommen

Steigende Nachfrage nach IT-Security-Profis

29. Januar 2016
Ina Hönicke ist freie Journalistin in München.
Das Thema IT-Sicherheit bewegt die Unternehmen immer mehr. Kein Wunder – nehmen die Bedrohungen doch laufend zu. Profiteure sind die IT-Security-Experten.

"Sicherheitsexperten - sowohl festangestellt oder freiberuflich - werden nach wie vor dringend gesucht", weiß ManagerChristian SteegChristian Steeg, Manager beim Personaldienstleister Hays. Er fährt fort: "Das Problem ist zwar nicht neu, wird aber durch die verstärkt mobilere Arbeit noch um einiges verstärkt." So würden sich jede Menge Applikationen auf dem Smartphone befinden und ganze Datenhaltungen in der Cloud verschwinden. "IT-SicherheitIT-Sicherheit stellt die Unternehmen vor eine riesige Herausforderung. Kaum haben die Verantwortlichen ein Projekt sichern können, kommen neue Anforderungen und Projekte dazu, die auch noch ausgelagert oder integriert werden müssen", erklärt er. Profil von Christian Steeg im CIO-Netzwerk Alles zu Security auf CIO.de

IT-Sicherheit boomt

Freiberuflern im Sicherheitssektor rät Steeg deshalb, ihr Wissen ständig auf den neuesten Stand zu bringen. Wichtiger als jede Zertifizierung ist seiner Meinung nach gerade in diesem Sektor die langjährige Erfahrung. Die internen Mitarbeiter sind, so der Hays-Manager, auf die Hilfe von außen angewiesen, weil sie sich neben ihrem normalen Tagesablauf gar nicht so schnell weiterentwickeln könnten, wie neue Anforderungen entstünden. Ein früheres Problem habe sich indes verbessert. "Die Unternehmen sehen die freiberuflichen Security-Experten als wichtige Berater", betont der Hays-Manager. Noch vor ein paar Jahren wären einige Unternehmen skeptisch gewesen, da es sich hier um einen sensiblen Bereich handle.

Der Hype um die IT-Sicherheit ist nach wie vor ungebrochen, auch vor dem Hintergrund neuer noch unbekannter Risiken durch Industrie 4.0. Das wiederum bedeutet eine formidable Auftragslage für freiberufliche IT-Sicherheitsexperten.
Der Hype um die IT-Sicherheit ist nach wie vor ungebrochen, auch vor dem Hintergrund neuer noch unbekannter Risiken durch Industrie 4.0. Das wiederum bedeutet eine formidable Auftragslage für freiberufliche IT-Sicherheitsexperten.
Foto: Maksim Kabakou - shutterstock.com

Sein Blick in die Zukunft ist optimistisch: Je mehr die Informationsverarbeitung unser Leben durchdringe, desto mehr Themen gebe es im IT-Sicherheits-Sektor - sei es in der Automobiltechnik, bei denWearables und Mobilgeräten, beim Cloud-Computing, dem Hype-Thema Industrie 4.0etc. Dabei würden nicht nur technische Fragen, sondern auch die Fragen des Managements und der Organisation der Sicherheit neu beantwortet werden müssen.

Soft Skills als Basis und steigende Expertise

Dass Vorurteile gegenüber Externen abgebaut wurden, weiß auch Christoph Thiel, der seit mehr als 15 Jahren als Dozent und freier Berater im IT-Sicherheitssektor tätig ist: "Im Grunde werden externe IT-Sicherheitsspezialisten erst dann beauftragt, wenn es wirklich brennt."