Management und Gewerkschaften im Clinch

Stellenabbau bei T-Systems ins Stocken geraten

12. August 2015
Beim geplanten Stellenabbau der Telekom-Tochter T-Systems knirscht es.

Arbeitnehmervertreter werfen dem Konzern vor, offen mit betriebsbedingten Kündigungen zu drohen. Die Telekom bestreitet das allerdings. Tatsache ist: Der Wegfall von Arbeitsplätzen, den Konzern und Gewerkschaften sozialverträglich gestalten wollten, ist ins Stocken geraten.

T-Systems muss innerhalb von zwei Jahren 4900 Stellen abbauen
T-Systems muss innerhalb von zwei Jahren 4900 Stellen abbauen
Foto: T-Systems

Es sei festgestellt worden, dass die Ziele des Abbauplans bis Ende 2015 nicht mehr erreicht werden können, teilte die Kommunikationsgewerkschaft DPV mit. Jetzt drohe das Management damit, mehreren Hundert Mitarbeitern betriebsbedingt zu kündigen.

Ein Telekom-Sprecher bestätigte auf Anfrage lediglich, dass in dem hausinternen Teilbereich von T-SystemsT-Systems, der sogenannten Telekom IT, die vereinbarten Ziele des Stellenabbaus bis zum Jahresende in Gefahr geraten seien. Den Vorwurf, mit Kündigungen zu drohen, wies er zurück. Top-500-Firmenprofil für T-Systems International GmbH

Der Konzern nehme nun erneut Gespräche mit den Gewerkschaften über einige hundert Stellen auf. Der Ende April 2014 vereinbarte Tarifvertrag sieht ein Maßnahmenpaket vor, um einen auf zwei Jahre angelegten Personalabbau von 4900 Stellen sozialverträglich abzufedern. Mitarbeiter können demnach unter anderem Abfindungen erhalten oder in andere Bereiche wechseln. Vom geplanten Abbau seien bereits 85 Prozent über solche Maßnahmen erreicht worden, sagte der Telekom-Sprecher. (dpa/rw/tc)