Telekom verschärft Sparprogramm

Stellenkürzungen im Ressort der Europa-Chefin

19. Dezember 2013
Der künftige Chef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, plant weitere Kosten- und Personalabbauprogramme.

Zusätzlich zu den zuletzt bekannt gewordenen Plänen, bei der Geschäftskundensparte T-Systems Stellen abzubauen, hat Höttges intern das Ziel ausgegeben, auch in der Europa-Division die Effizienz künftig deutlich zu steigern. Das berichtet manager magazin online unter Berufung auf mehrere mit der Situation vertraute Personen.

Höttges, der Anfang des Jahres offiziell den Vorstandsvorsitz übernimmt, aber schon die Geschäfte führt, habe auch Europa-Chefin Claudia Nemat die Vorgabe gemacht, die Marge deutlich zu verbessern, erfuhr manager magazin online aus dem Umfeld des Unternehmens. Bereits laufende Sparmaßnahmen wie Kürzungen von Marketing-Budgets, Kooperationen im Einkauf oder Zusammenlegungen von Funktionen in dem Ressort sollen nun deshalb ab 2014 deutlich verschärft werden.

Zudem stehe auch ein "erheblicher Personalabbau" bevor, heißt es aus dem Unternehmen. Das Thema Effizienzsteigerung im Europageschäft war auch Gegenstand der letzten Aufsichtsratssitzung der Telekom, die am 12. Dezember stattfand.

Ein Telekom-Sprecher sagte, ein übergreifendes Abbauprogramm für die Europa-Division sei nicht geplant. In den einzelnen Landesgesellschaften könne es aber durchaus zu Kostenreduzierungen kommen, da "2014 der Druck auf operative Ergebnisse und Margen anhalten" werde. Dem begegneten die Landesgesellschaften der Telekom unter anderem mit "Effizienzbemühungen - insbesondere mit der Reduktion von indirekten Kosten". Der Sprecher fügte hinzu: "Bei Kosteneinsparungen kann es je nach Land um Sachaufwendungen und auch Personalumbau gehen." (rs)

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