Schatten-IT

Steuern statt ignorieren

18. August 2011
Von Elke Senger-Wiechers
Ob selbst programmierte Anwendungen oder Kunden-Datenbanken: Mitarbeiter greifen gerne mal zu selbstgestrickten Lösungen. Um Sicherheits- und andere Risiken zu vermeiden, sollte die IT die Eigenkreationen zulassen und sie zumindest steuern - rät Gartner.
Foto: Lincoln Rogers - Fotolia.com

Welches Unternehmen kennt das Problem nicht: Die Mitarbeiter programmieren Datenbanken in Excel oder Access über Ressourcenplanungs-Tools bis hin Anwendungen für das ProjektmanagementProjektmanagement. Die Vielfalt an Eigenentwicklungen in den Fachbereichen ist groß. Größer als manchem CIO oder IT-Leiter lieb ist. Und der Anteil wird laut der US-Amerikanischen Beratung Gartner in den kommenden Jahren noch steigen: Bis 2014 sollen der vor kurzem veröffentlichten Studie "Cititzen Developers Are Poised to Grow, 2011" zufolge ein Viertel aller neuer Business-Applikationen von den eigenen Anwendern geschrieben werden. Sei die IT nicht in der Lage, das so genannte End-User application development (EUAD) zu kontrollieren, machen sich die Unternehmen selbst verwundbar. So sagen die Berater von Gartner mindestens einem Drittel der Firmen, die keine Richtlinien zum Umgang mit den Eigenentwicklungen haben, beträchtliche Anfälligkeit bei den Daten, den Prozessen und der Sicherheit voraus. Alles zu Projektmanagement auf CIO.de

Schatten-Entwicklungen Problem der IT

Ein Problem, das letztlich auf die IT zurückfällt. Denn ignoriere die IT die End-User-Entwickler, bestehe ein hohes Risiko, dass sie entweder scheitern oder eine zusätzliche Last für die IT-Abteilung werden. "Oft sind es gerade die unüberwachten ToolsTools in den Fachbereichen, die kritisch für die Geschäftsprozesse sind. Dann sind die IT-Mitarbeiter besonders gefordert, schnell zu handeln", beschreibt Eric Knipp, Research Director bei Gartner die Situation. Alles zu Tools auf CIO.de