Service-orientierte Architekturen sind nicht nur eine Integrationstechnik

Stolpersteine beim SOA-Aufbau

22. Februar 2007
Von Tanja Wolff
Die meisten Firmen unterschätzen die Herausforderungen beim Aufbau von Service-orientierten Architekturen (SOA). Laut einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Saugatuck Technology sind die Bemühungen der Anwender häufig von gescheiterten Projekten und unreifen Techniken gekennzeichnet.

37 Prozent der befragten Unternehmen setzen bereits SOA produktiv ein. Allerdings verwalten die meisten damit nur eine Sammlung von Web-Services. Dabei wird SOA als Integrationstechnik und weniger als Management-Diziplin gesehen. Das Thema befindet sich immer noch in einer frühen Entwicklungsphase in allen Unternehmen.

Firmen, die sich für SOA entscheiden, müssen typischerweise drei Wellen bei der Einführung bezwingen. Die erste ist Projekt-basiert und entsteht auf Initiative des Fachbereichs, die zweite ist Fachbereichsübergreifend und Prozess-basiert. Die dritte Welle bildet sich Programm-basiert und beruht auf einer unternehmensweiten Initiative.

Obwohl Anwender in der Vergangenheit immer wieder auf die Bedeutung von fachlichen Anforderungen hingewiesen wurden, sind SOA-Initiativen in erster Linie technikgetrieben. Langfristig erhofft sich mehr als die Hälfte der Firmen vor allem sinkende Kosten. Gefolgt von der Wiederverwendung von Software-Komponenten und der verbesserten Agilität der Firma.

Der Untersuchung zufolge müssen Anwender eine Reihe von Stolpersteinen ausweichen, bevor sie SOA erfolgreich nutzen können. Dazu gehören Anfangsinvestitionen für eine unternehmensweite Einführung. Ein weiteres Problem liegt in der gemeinsamen Nutzung von IT-Ressourcen, die sowohl von den Fachabteilungen als auch von den Technikern ein neues Denken erfordern. Zudem müssen geeignete Governance-Strukturen für SOA eingerichtet werden.