Deutsche Unternehmen lasten Speicher-Systeme zu wenig aus

Storage-Virtualisierung steckt noch in den Kinderschuhen

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Die Datenmengen in Unternehmen steigen. Mithilfe von Virtualisierungs-Lösungen lassen sich vorhandene Speicher-Kapazitäten besser auslasten, eine höhere Verfügbarkeit der abgelegten Daten erreichen sowie Kosten sparen. Doch hier sieht es bei deutschen Unternehmen noch düster aus. Weniger als zehn Prozent setzen bislang Technologien zur Speicher-Virtualisierung ein wie eine aktuelle Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Techconsult herausfand.
Nur neun Prozent der Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern setzen Virtualisierungs-Lösungen ein, dagegen 16 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern.
Nur neun Prozent der Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern setzen Virtualisierungs-Lösungen ein, dagegen 16 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern.
Foto: Techconsult

Derzeit lasten mehr als 60 Prozent der deutschen Firmen ihre vorhandenen Speicher-Ressourcen maximal zur Hälfte aus. Das überrascht, denn die Vorteile einer Speicher-Virtualisierung sind evident.

Vorzüge der Virtualisierung liegen auf der Hand

Dadurch lassen sich beispielsweise vorhandene Storage-Systeme besser ausnutzen. Virtualisierte Speicher-Ressourcen können außerdem flexibel verwaltet und bedarfsgerecht einzelnen Servern zugewiesen werden. Dadurch tragen Virtualisierungs-Lösungen zu einem geringeren Energieverbrauch bei und helfen auf diese Weise, Betriebskosten zu senken.

Obwohl die Vorzüge auf der Hand liegen, setzen derzeit durchschnittlich nur neun Prozent aller befragten deutschen Unternehmen eine Virtualisierungs-Lösung ein.

Einsatz hängt von Unternehmensgröße ab

Betrachtet nach Firmengröße, ergeben sich jedoch deutliche Unterschiede. Nur zwei Prozent der Betriebe mit weniger als 100 Mitarbeitern haben eine Virtualisierungs-Software, acht Prozent planen deren Anschaffung.