Tools für Virtualisierung und Cloud

Strategiewende bei CA

22. November 2010
Von Hartmut  Wiehr
Der einstige Mainframe-Spezialist CA hat x86-Server, Virtualisierung und Cloud Computing entdeckt. Das soll Verluste im Kerngeschäft kompensieren.

Computer Associates hat sich schon vor einiger Zeit umbenannt in CA Technologies. Nach turbulenten Jahren, in denen wegen einer Reihe von Finanzskandalen auch ein paar Top-Manager ins Strudeln beziehungsweise vor Gericht kamen, ist nun Konsolidierung angesagt. Erst Anfang dieses Jahres wurde der neue CEO Bill McCracken ins Amt gehoben.

Der neue CA-CEO Bill McCracken will sein Unternehmen noch mehr auf den Kurs von Virtualisierung und Cloud Computing bringen. Das soll Verluste beim klassischen Mainframe-Geschäft ausgleichen.
Der neue CA-CEO Bill McCracken will sein Unternehmen noch mehr auf den Kurs von Virtualisierung und Cloud Computing bringen. Das soll Verluste beim klassischen Mainframe-Geschäft ausgleichen.
Foto: CA

Die angestrebte Konsolidierung schlägt sich auch in einer weiteren strategischen Wende nieder. CA, einstmals groß geworden mit Monitoring- und Management-Tools im Umfeld von Mainframes und Unix-Servern, hat in diesem Kerngeschäft Rückschläge hinnehmen müssen. Zwar wird hier immer noch ein bedeutender Umsatzanteil erwirtschaftet, doch die goldenen Jahre sind vorbei.

Die einstigen, fast alle Management-Aspekte umfassenden großen Suiten wie CAs UniCenter TNG, HPs OpenView oder gleichartige BMC-Frameworks sind etwas aus der Mode gekommen oder in ihre Teile zerschlagen, umbenannt oder eingestampft worden.

Dafür hat sich ein neuer Markt am Horizont der bisher nicht so wichtigen x86-Welt eröffnet, der vielleicht eines Tages noch größere Margen als ehedem eröffnen könnte: Mit Virtualisierung und Cloud Computing, zwei Technologien, die langsam in die Unternehmen Einzug halten, wird die Verwaltung von Servern, Storage und Netzwerken nicht einfacher, sondern überaus kompliziert.

Zur Startseite