Analysten-Kolumne

Strategisches IT-Management - die Effizienz nachhaltig steigern

06. Oktober 2004
Von Daniel Gerster
Strategisches IT-Management steht derzeit auf der Agenda vieler Vorstände. Zu Recht, denn die IT kann viel dazu beitragen, Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten. Doch viele Unternehmen haben ihre IT-Kosten noch zu wenig im Griff.

Mit einem Umsatzanteil von knapp vier Prozent zählen die IT-Kosten zu den stärksten Kostentreibern in den Unternehmen. Während der absolute IT-Aufwand von 4,43 Prozent 2001 auf 3,88 Prozent 2003 fiel, stieg die Intensität des IT-Einsatzes in allen Branchen: So kletterten die durchschnittlichen IT-Ausgaben pro Mitarbeiter von 6.123 US-Dollar 2001 auf 6.575 US-Dollar 2003 (laut Gartner Research). IT ist in den Unternehmen also immer stärker verankert.

Dabei stellen sich einige Leitfragen: Wie lässt sich Transparenz über die IT-Kosten herstellen? Wo liegen die wesentlichen Kostentreiber der IT? Welche Minimalkosten laufen auf, um die vorhandene IT-Leistung zu erbringen? Hier sind auch "verborgene" IT-Kosten zu berücksichtigen, die in Fachabteilungen anfallen und häufig nicht richtig ausgewiesen werden, etwa Aufwendungen für IT-Projektsteuerung oder Schulungen sowie Beratungskosten, um Anforderungen zu spezifizieren.

Vier Hebel, die die Effizienz steigern

Kosten lassen sich an zwei Punkten senken: Indem man die IT-Leistung verbessert und die IT-Nachfrage steuert.

IT-Effizienpotenzial und -hebel
IT-Effizienpotenzial und -hebel

Zu effizienterer IT-Leistung führen vier Hebel: Unternehmen können durch Zentralisierung ihre Größenvorteile nutzen und zweitens den Automatisierungsgrad erhöhen, etwa durch einen automatisierten Roll-out von Software. Zudem können sie Hard- und Software sowie IT-Leistungen günstiger beschaffen und viertens (Service-)verträge nachverhandeln. So steigt die IT-Effizienz um bis zu 30 Prozent. Bereits innerhalb eines Jahres stellen sich messbare Effekte ein.

Großes Potenzial bieten Anwendungsentwicklung und Wartung sowie die Netzwerk- und Telekommunikationsinfrastruktur (15 bis zu 40 Prozent), gefolgt von der Anwenderunterstützung (zehn bis 25 Prozent). Maßnahmen im IT-Betrieb und bei Rechenzentren schlagen weniger zu Buche (zehn bis 20 Prozent).