Aufkommen von Malware

Suchmaschinen und Online-Werbung am gefährlichsten

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Suchmaschinen enthalten 27-mal öfter Malware als etwa Spiele- oder Pornoseiten. Das geht aus einer Untersuchung von Cisco hervor.
Gefahrenquelle Internet: Die Angriffe auf Unternehmen werden immer mehr.
Gefahrenquelle Internet: Die Angriffe auf Unternehmen werden immer mehr.

Spiele- und Pornoseiten haben zumindest in puncto Online-Sicherheit einen schlechten Ruf. Dabei sind sie weniger gefährdend als reguläre Suchmaschinen. Das erklärt Cisco in seinem diesjährigen Annual Security Report.

Größtes Ärgernis ist jedoch Online-Werbung. Die Wahrscheinlichkeit einer Malware-Infektion durch Online-Reklame ist 182-mal höher als durch Porno-Sites. Suchmaschinen enthalten 27-mal häufiger schädliche Inhalte als Seiten mit gefälschter Software und Webshops 21-mal öfter.

Die Zahl der Angriffe auf Unternehmen steigt ständig, wie der Cisco Sicherheits-Report zeigt.
Die Zahl der Angriffe auf Unternehmen steigt ständig, wie der Cisco Sicherheits-Report zeigt.
Foto: Cisco

Die Gesamtzahl der Angriffe ist auch im vergangenen Jahr gestiegen, so war es schon 2010 und 2011. Allerdings fiel die Steigerung 2012/2011 mit knapp 20 Prozent größer aus als die von 2011 auf 2010. Cisco hat für 2012 eine Menge von 6.292 monatlichen Angriffen auf Unternehmen gezählt, 2011 waren es 5.301 und im Jahr davor 5.210 gewesen.

Die USA haben den zweifelhaften Ruf, bei der Zahl der entdeckten Schadprogramme vorn zu liegen. Sie kommen auf 33,1 Prozent. Es folgen Russland mit 9,8 Prozent und Dänemark mit 9,6 Prozent. Auf Rang vier liegt Schweden mit 9,3 Prozent vor Deutschland mit 6,1 Prozent und China mit 5,7 Prozent. Die anderen namentlich genannten Staaten bleiben unter fünf Prozent. Es sei eben ein Trugschluss, einzelne Länder für besonders gefährlich zu halten, kommentieren die Analysten. Die Gefährdung stelle ein globales Problem dar.
Autorin: Christiane Pütter

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