Einigung in Tarifstreit

T-Systems-Beschäftigte erhalten 3,5 Prozent mehr Lohn

30. April 2014
Der geplante Abbau von 4.900 Stellen überschattete die Tarifrunde bei der Telekom-Tochter. Der erzielte Tarifabschluss soll die Beschäftigten nun vor Arbeitsplatz- und Reallohnverlusten schützen.

Die Gehälter der rund 25.000 Beschäftigten der Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems werden bis zum 1. April 2015 in zwei Stufen um 3,5 Prozent angehoben. Darauf verständigten sich am Mittwoch nach schwierigen Verhandlungen der Konzern und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Die Tarifverhandlungen waren von den Plänen des Konzerns überschattet worden, bis Ende 2015 insgesamt 4.900 Stellen bei T-Systems zu streichen.

T-Systems Vorstand Reinhard Clemens betonte, der Tarifabschluss ermögliche nun eine sozialverträgliche Umsetzung der notwendigen Personalanpassungen. Verdi-Verhandlungsführer Michael Jäkel sprach von einem zufriedenstellenden Gesamtpaket, bei dem die Beschäftigten sowohl vor Arbeitsplatz- als auch vor Reallohnverlusten geschützt würden.

Der neue Tarifvertrag sieht ein umfangreiches Maßnahmenpaket vor, um den auf zwei Jahre angelegten Personalabbau über Wechselanreize, ein Sonderabfindungsprogramm und Altersteilzeitangebote möglichst sozialverträglich abzufedern. Ab Anfang 2016 - also nach dem Firmenumbau - sollen die verbliebenen Mitarbeiter dann in den Genuss eines zweijährigen Kündigungsschutzes kommen.

Die Gehälter der Beschäftigten sollen in einem ersten Schritt zum 1. Juni dieses Jahres um 1,5 Prozent und zum 1. April 2015 um weitere 2 Prozent angehoben werden. (dpa/tö)

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