Mobile Verwaltung

T-Systems rollt mit Bürgerkoffer an

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Reutlingen-Ulm rückt mit einem Bürgerkoffer aus. Darin steckt unter anderem ein HP-Drucker, ein Cisco-Router sowie Scanner und Terminals.

Der IT-Dienstleister T-Systems hat den „Mobilen Bürgerkoffer" im Angebot. Eingesetzt wird er vom IT-Zweckverband „Kommunale Informationsverarbeitung Reutlingen-Ulm" (KIRU). In den Regionen Neckar Alb, Schwarzwald-Baar-Heuberg, Donau-Iller, in Bodensee-Oberschwaben und in Ostwürttemberg für einen flächendeckenden Bürgerservice.

Auch im reichen Süden fehlt das Geld, deswegen mussten dort einige Außenstellen, die von den Bürgern nur wenig besucht wurden, dicht machen. Doch der Zweckverband, der in Ulm und Reutlingen über 360 Mitarbeiter beschäftigt, hatte eine Lösung. Sie ist kostengünstig und mobil und mit ihr sollen in Zukunft die Bürger weiter erreicht werde und mit E-Gouvernement-Dienstleistungen versorgt werden.

Mit dem mobilen Bürgerkoffer kann die Verwaltung überall arbeiten - bürgernah und flexibel.
Mit dem mobilen Bürgerkoffer kann die Verwaltung überall arbeiten - bürgernah und flexibel.
Foto: T-Systems

Im mobilen Bürger-Koffer stecken ein Behördenscanner (BS28), ein Drucker von HP, ein Router von Cisco, ein USB-Hub und ein Anschluss für weitere Hardware und Kommunikation. Platz im Koffer ist auch für das Änderungsterminal der Bundesdruckerei, einen Fingerprintscanner (ZF1) und das Chipkartenterminal CardMan. Damit, so stellt der Dienstleister fest, könnten alle wichtigen Verwaltungsvorgänge online bearbeitet werden.

Kosten reduzieren

„Die Verwaltungsmitarbeiter können ortsunabhängig arbeiten mit schnellem Aufbau und Einsatzbereitschaft", teilte der Dienstleister in einer Erklärung mit. Weil die Bürger durch den neuen mobilen Dienst Wege und Zeit sparen, wird die Dienstleistung schnell akzeptiert. Dazu kommen die Kosteneinsparungen für die Verwaltungen. Nicht mehr zahlen muss die Verwaltung die fixen Kosten für Räume, Heizung und weiter Infrastruktur, weil mit dem Bürgerkoffer Räume, die es sowieso schon gibt, mitgenutzt werden.