Hochauflösendes Display und Dual-Core

Tablet-Test: Google Nexus 10

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Das Google Nexus 10 stellt das iPad 4 in den Schatten - zumindest was Displayauflösung und Punktedichte angeht. Das 10-Zoll-Tablet mit Quad-Core-CPU ist auch günstiger als die Apple-Konkurrenz. Im Test kann das Android-Tablet den Spitzenreiter nicht überrunden, holt sich aber den Preis-Leistungssieg.

Das 10,1-Zoll-Display des Nexus 10 löst 2560 x 1600 Bildpunkte auf. Das ergibt eine Punktedichte von 299 ppi. Damit liegt es vor den 2048 x 1536 Pixel und den 264 ppi des Retina-Displays vom iPadiPad 4 und vor der gesamten Android-Konkurrenz. Auch die Bildqualität stimmt: Das Display strahlt mit 374 Cd/m² sehr hell, ist blickwinkelstabil und zeigt satte, warme Farben - allerdings sehen Fotos und Filme auf dem iPad 4 besser aus, weil das Apple-Tablet eine knackigere Farbwiedergabe liefert. Alles zu iPad auf CIO.de

Jelly Bean: Viele neue Funktionen

Auf dem Nexus 10 läuft AndroidAndroid 4.2.1 - die aktuelle Version des Google-Betriebssystems. Auch damit kann sich das Google-Tablet vom iPad und der Android-Konkurrenz absetzen: Zum Beispiel lassen sich mehrere Benutzer fürs das Tablet anlegen: Das funktioniert einfacher und bietet mehr Möglichkeiten als vergleichbare Einstellungen auf dem Sony Xperia Tablet S oder dem Amazon Kindle Fire HD. Alles zu Android auf CIO.de

Identifiziert: Auf der Rückseite des Kunststoffgehäuse gibt sich Samsung als Nexus-Hersteller zu erkennen.
Identifiziert: Auf der Rückseite des Kunststoffgehäuse gibt sich Samsung als Nexus-Hersteller zu erkennen.

Außerdem lassen sich mit den Kameras 360-Grad-Ansichten aufnehmen und automatisch in der Galerie-App abspielen. Vor allem die rückseitige 5-Megapixel-Kamera mit Foto-LED macht Bilder mit neutralen, kräftigen Farben. Sind die Lichtverhältnisse nicht ideal, geraten sie aber zu dunkel und verrauscht. Videos gelingen ruckelfrei mit sehr schnellem Weißabgleich, wirken gelegentlich aber leicht unscharf.

Bedienung: Einfach und schnell

Mit Android 4.2 (Jelly Bean) bekommt Android auch eine verbesserte Bildschirm-Tastatur: Sie können nun Buchstaben per Wischen eingeben. Das haben allerdings schon einige Android-Tablets mit eigenen Lösungen bewerkstelligt. Dank Jelly Bean lässt sich das Nexus 10 sehr flüssig bedienen, Ruckler und Verzögerungen sind kaum wahrnehmbar - selbst beim Scrollen und Zoomen auf reich bebilderten Webseiten. Der Lagesensor reagiert mit minimaler Verzögerung, dreht das Bild aber sehr schnell.

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