Verbraucher werden allein gelassen

Tausende Beschwerden über Telefonanbieter bei Wechsel

14. August 2013
Die Bundesnetzagentur registriert nach einem Zeitungsbericht Tausende Beschwerden von Verbrauchern über Probleme beim Wechsel des Telefonanbieters. Das berichten die "Ruhr Nachrichten" in Dortmund.

Zwischen dem 1. Juni 2012 und dem 30. Juni dieses Jahres habe die Netzagentur in 4048 Fällen
Verbrauchern helfen müssen, weil wegen eines Anbieterwechsels die Versorgung unterbrochen gewesen sei, heißt es demnach in einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Bärbel Höhn.

Die Netzagentur habe inzwischen der Bundesregierung zufolge gegen drei Telekommunikationsanbieter Bußgeldverfahren eingeleitet, berichtet die Zeitung weiter. Den Unternehmen drohten Bußgelder in einer Höhe von bis zu 100.000 Euro. Die Verfahren wollte die Bundesnetzagentur den Ruhr Nachrichten gegenüber nicht kommentieren. Auf Anfrage der Deutschen Presseagentur war die Behörde zunächst nicht zu erreichen.

"Wenn ein Kunde seinen Festnetz-Anbieter wechseln will, müssen die Anbieter miteinander kommunizieren - da das elektronische Verfahren dafür noch nicht eingeführt ist, müssen die Daten manuell ausgetauscht werden. Dabei gibt es manchmal Probleme", zitiert die Zeitung aber einen Sprecher der Bundesnetzagentur.

Die Grünen-Politikerin Höhn forderte ein entschiedeneres Eingreifen der Netzagentur. "Es gibt immer noch so viele Beschwerden, weil die Bundesnetzagentur nicht richtig bei den Anbietern durchgreift und Bußgelder auf breiter Front verhängt", so Höhn im Gespräch mit den "Ruhr Nachrichten". Die Netzagentur habe "noch die Samthandschuhe an". Die Kunden müssten das ausbaden. (dpa/rs)

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