Kooperation

Taxibranche kontert Taxi-Apps

22. Oktober 2013
Das Smartphone krempelt die traditionelle Taxi-Branche um. Über Apps können Fahrgäste Taxifahrer direkt kontaktieren - zum Leidwesen der Taxizentralen. Nun gehen drei Unternehmen unter dem Dach des Taxi- und Mietwagenverbands gegen die Konkurrenz in Position.

Das traditionelle Taxigewerbe rückt gegen die Konkurrenz von Smartphone-Apps zusammen. Die drei Anwendungen taxi.eu, Taxi Deutschland und cab4me werden künftig eine gemeinsame Datenschnittstelle nutzen. Damit könnten Nutzer der Apps über ihre SmartphonesSmartphones auf einen flächendeckenden Service zugreifen, sagte Michael Müller, Präsident des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands (BZP) am Dienstag. Die Reichweite der Taxi-Apps werde schlagartig erweitert. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Durch den technischen Zusammenschluss unter dem Dach des BZP sei es gelungen, "von Kiel bis Ulm über 90 Prozent aller Taxis in Deutschland elektronisch zu vereinen", sagte Hermann Waldner, Geschäftsführer der Anwendung taxi.eu. "Kunden, die über eine unserer Apps ein Fahrzeug ordern, werden zuverlässig ihren gewünschten Service erhalten - egal, wann oder wo."

Die Branche reagiert damit auf Konkurrenz durch Apps wie myTaxi. Die Anwendung war 2010 von dem Hamburger Start-up Intelligent Apps an den Start gebracht worden. Im August erhielten die Entwickler von Investoren, zu denen unter anderem die Deutsche Telekom und Daimler Mobility Service gehören, eine erneute Finanzspritze in zweistelliger Millionenhöhe.

MyTaxi verbindet auf direktem Weg den Fahrgast mit dem Taxifahrer. Die traditionellen Funkzentralen werden dabei nicht einbezogen. Das hat in der Branche für Kritik gesorgt. Die neuen Partner wollen dagegen die Funkzentralen mit einbinden. Taxi Deutschland, einer der drei Partner, ist ein genossenschaftlicher Zusammenschluss der Taxizentralen und strebt keine Gewinne an. Die Kooperation sei auf der Verbandstagung des BZP in Würzburg vorgestellt worden, hieß es.

Aktuell befinde sich das System in der Testphase. Anfang 2014 soll die Datenschnittstelle in die elektronischen Systeme eingebunden werden. (dpa/rs)

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