Geplatzte Vision

Telecom Italia stoppt Auslagerung des Festnetzgeschäfts

16. Juli 2013
Die Telefongesellschaft Telecom Italia stoppt die geplante Ausgliederung des Festnetzgeschäfts. Die gesenkte Nutzungsgebühr für die "letzte Meile" durch die italienischen Netzregulierer erschwere diesen Schritt, teilte das Unternehmen am Montagabend mit.

Wegen dieser Entscheidung gehen jährlich 110 Millionen Euro an Umsatz verloren. Vor zwei
Monaten hatte der Aufsichtsrsat die von Unternehmenschef Franco Bernabe vorgeschlagene Auslagerung der Festnetzsparte genehmigt. Gemeinsam mit der einst avisierten Zusammenlegung der Mobilfunksparte
mit Hutchison Whampoa wollten sich die Italiener damit aus dem jahrelangen Niedergang befreien.

Das Festnetz erschien als Klotz am Bein, das Heil sah Bernabe im Mobilfunk, wo gemeinsam mit einem Partner Kosten gespart werden sollten. Der erste Pfeiler der neuen Strategie, der Zusammengang mit Hutchison Whampoa, hatte sich wegen unterschiedlicher Preisvorstellungen zerschlagen. Nun stoppt Telecom Italia auch das zweite Vorhaben. Damit steht das Unternehmen dort, wo es vorher war, doch mit einer Hoffnung auf einen Befreiungsschlag weniger. Die Vermögenswerte Firma werden auf 14 Milliarden Euro geschätzt, die Schulden drei Mal so hoch. (dpa/rs)

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