Telefonica Czech Republic

Telefonica will Tschechien-Geschäft verkaufen

14. Oktober 2013
Die hochverschuldete spanische Telefongesellschaft Telefonica will sich Kreisen zufolge von ihrer Tochter in Tschechien trennen.

Das Unternehmen habe die beiden BankenBanken Goldman Sachs und Societe Generale damit beauftragt, einen Käufer für den 69-Prozent-Anteil an Telefonica Czech Republic zu finden, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf Finanzkreise. An der Börse ist der Anteil knapp 2,7 Milliarden Euro wert. Analysten halten einen Kaufpreis von 3 Milliarden Euro inklusive der Übernahme von Schulden
für möglich. Top-Firmen der Branche Banken

Mit den Einnahmen könnten sich die Spanier für die weitere KonsolidierungKonsolidierung in Europa rüsten. In Deutschland will ihre bei Telefonica Deutschland gebündelte Tochter O2 etwa den Konkurrenten E-Plus übernehmen. Zuletzt hatte Telefonica bereits das Irland-Geschäft verkauft. Der Telefonica-Konzern saß Ende Juni auf Nettoschulden von fast 50 Milliarden Euro. Alles zu Konsolidierung auf CIO.de

Als mögliche Käufer in Tschechien gelten Finanzinvestoren sowie eine andere Telefongesellschaft als Neueinsteiger in den tschechischen Markt. Die Deutsche Telekom und Vodafone sind dort bereits vertreten und dürften wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken keine Chance auf eine Übernahme haben. Telefonica hatte 2005 bei der Privatisierung des einstigen Monopolisten Cesky Telecom zugegriffen und sich den gut zwei Drittel großen Anteil für damals rund 3,6 Milliarden US-Dollar (2,7 Mrd Euro) gesichert. (dpa/rs)

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Branche: Banken

Thema: Konsolidierung

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