Gravierende Probleme

Telekom kommt mit IP-Ausbau nicht voran

Einen seiner ersten Artikel schrieb René Schmöl, Jahrgang 1982, mit 16 Jahren für die Tageszeitung Freies Wort. Es war ein Interview mit Hape Kerkeling. Dieser Erfolg motivierte ihn, weiterzumachen. Nach sieben Jahren im Lokaljournalismus und einer Ausbildung zum Verlagskaufmann folgte ein Volontariat bei der Verlagsgruppe Handelsblatt. Die zwei aufregendsten Jahre seines Lebens. Seit 2007 ist Schmöl in unterschiedlichen Positionen für IDG tätig. Momentan als Chef vom Dienst Online. Er kümmert sich um das Portal cio.de.
Die Deutsche Telekom hat Schwierigkeiten, ihre Kunden mit Angeboten per Internetprotokoll (IP) zu versorgen. IP ist der Übertragungsstandard der Zukunft, die Umstellung auf die neue Technik soll zu Einsparungen von mehreren Milliarden Euro pro Jahr beim Dax-Konzern führen. Wegen gravierender technischer und organisatorischer Probleme hat Telekom-Chef René Obermann aber die Umstellung der Kundenanschlüsse auf IP auf Eis gelegt.

Einen Termin für einen neuen Anlauf, um den Telekom-Kunden entsprechende Dienste bereitzustellen, gibt es offenbar noch nicht in Bonn. "Damit verzögert sich die Ausnutzung der kostensparenden IP-Netze", zeigt sich ein Unternehmenskenner besorgt. "Der ganze Prozess muss wieder von vorn aufgesetzt werden", sagt ein anderer. Von dem vorläufigen Stopp sind sowohl Endverbraucher als auch Geschäftskunden betroffen.

Ob Telefonieren, Internet oder Multimedia. In Zukunft will die Telekom alle Angebote über ein einziges Netz und auf der Grundlage eines einheitlichen Übertragungsprotokolls (IP) anbieten – und damit langfristig massiv Kosten reduzieren. Die Telekom selbst wollte nicht mitteilen, wie viele Kunden bereits IP-Dienste beziehen. Ein Sprecher stritt eine Panne ab: "Kunden, die einen All-IP-Anschluss wollen, bekommen ihn auch."

Die Deutsche Telekom AG auf einen Blick

Die Deutsche Telekom mit Hauptsitz in Bonn ist in rund 50 Ländern weltweit vertreten. Mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes wird außerhalb Deutschlands erwirtschaftet. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 260.000 Mitarbeiter (Stand: Juni 2009).

Unter dem Dach des "T", der konzernweiten Unternehmensmarke, stehen die Marken T-Home für "Alles für zu Hause" und T-Mobile für "Alles für unterwegs". Unter der Marke T-Systems bietet der Konzern weltweit Angebote für Großunternehmen.

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