Cloud Computing


Cloud Vendor Benchmark von Experton

Teure Cloud-Transformation setzt der IT-Branche zu

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Der neue Cloud Vendor Benchmark der Experton Group dokumentiert starke strukturelle Veränderungen im deutschen ITK-Markt. Der Übergang in die "As-a-Service-Welt" kostet die Industrie offensichtlich viel Kraft und Ressourcen.

Cloud ComputingCloud Computing ist der beherrschende Trend in der ITK-Welt. In diesem Wachstumsmarkt mitzuspielen, ist für Anbieter überlebenswichtig geworden. Den deutschen Gesamtmarkt beziffert Experton in diesem Jahr mit einem Umsatzvolumen von 9,097 Milliarden Euro - gegenüber 2014 beträgt das Plus 37 Prozent. Die Analysten unterscheiden die drei Kategorien Cloud-Technologien (Volumen 2015: 2,865 Milliarden Euro), Cloud-Transformation (1,647 Milliarden) und Cloud-Services (4,585 Milliarden). Die Wachstumsraten sollen in diesem Jahr bei 33, 38 und 39 Prozent liegen. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Allein schon die Anzahl der Unternehmen, die mittlerweile vom Cloud Vendor Benchmark der Experton Group erfasst werden, belegt die Marktdynamik: Waren 2010 noch zehn Anbieter von Cloud-Technologien, -Services und -Transformationsdienstleistungen Gegenstand des ersten Benchmarks, so sind es mittlerweile bereits 490. Davon schafften 160 die Vorauswahl der Analysten und wurden somit näher untersucht und im Cloud-Benchmark positioniert.

Erosion im Software-Markt

Heiko Henkes, Manager Advisor und Cloud & Social Business Lead bei Experton, bezeichnete den klassischen Softwaremarkt als "stark angeschlagen" - die Branche kämpfe gegen Erosionstendenzen. Hintergrund ist die kostspielige Transformation, die Anbieter zwingt, ihr On-premise-Geschäft fortzuführen, gleichzeitig aber wettbewerbsfähige SaaS-Angebote zu entwickeln. Das ist vor allem dann eine Herausforderung, wenn neue Player ohne Altlasten den Markt durcheinanderwirbeln. Zu den bekanntesten Beispielen zählt hier Salesforce.com.

Henkes und sein Kollege Arnold Vogt, Senior Advisor und Industrie 4.0Industrie 4.0 Lead, glauben, dass die Cloud-Entwicklung trotz des derzeit stürmischen Wachstums hierzulande noch immer am Anfang steht. Nur zehn bis 15 Prozent der Anwenderunternehmen könnten heute als "Private-Cloud-ready" bezeichnet werden, behaupten die Experten. Bei den Systemhäusern und Hosting-Dienstleistern seien es auch nicht mehr als 20 bis 25 Prozent. Alles zu Industrie 4.0 auf CIO.de

Sieben Kategorien

Laut Experton spielen im Cloud-Markt künftig "Ecosystems" eine entscheidende Rolle. Sie entstünden beispielsweise, indem ein Distributor als "Keystone-Player" eine Plattform aufbaue, in die dann von Beginn an ein oder mehrere "Dominators" integriert würden. In zu vielen Fällen sei das MicrosoftMicrosoft mit Office 365Office 365, kritisierte Vogt die Phantasielosigkeit mancher Marktplatzbetreiber - damit hätten die Ecosystems zunächst keinen Spielraum, um sich zu differenzieren. Alles zu Microsoft auf CIO.de Alles zu Office 365 auf CIO.de