Web-Controlling

Top 500 Unternehmen verzichten auf Analyse-Tools

27. April 2009
Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Über die Hälfte der deutschen Top 500 Unternehmen setzt keine Web-Controlling-Tools zur Optimierung ihrer Internet-Auftritte ein, fand eine aktuelle Studie heraus. Damit würden sie die Bedürfnisse ihrer Online-Kunden vernachlässigen und Umsatzpotenziale verschenken.

Anfang des Jahres analysierte die Full-Service-Agentur Ogilvy Gruppe die Webseiten der 500 umsatzstärksten Unternehmen und der Top 50 BankenBanken in Deutschland im Hinblick darauf, ob eines von rund 120 am Markt erhältlichen Web-Controlling-Tools eingesetzt wird. Bei über der Hälfte der untersuchten Firmen war das laut Studie nicht der Fall. Damit fehlten diesen Unternehmen detaillierte Informationen über das Verhalten ihrer Online-Kunden und -Interessenten und damit auch die Basis für eine zielgerichtete Optimierung der Firmenwebsite. Top-Firmen der Branche Banken

Web-Optimierung steigert Umsatz

Der starken Nutzung des Internets durch den Verbraucher stehe bislang kein adäquater Einsatz des Web-Controllings bei deutschen Unternehmen gegenüber, erklären die Studienautoren. Dabei seien es oft nur Kleinigkeiten, die Einkaufswillige am Abschluss hindern. Diese zu erkennen und den Webauftritt entsprechend zu optimieren, könne erhebliche Umsatzpotenziale bringen.

"Müssen Kunden beispielsweise erst ein dreistufiges Registrierungsformular durchlaufen, um sich eine Broschüre zu bestellen, brechen sie häufig ab" so Bert Klingsporn, Geschäftsführer von OgilvyBrains, der Unternehmensberatung der Ogilvy Gruppe. "Circa zehn Prozent aller Einkaufswilligen in Deutschland beenden wegen derartiger Hindernisse den Einkaufsvorgang im Netz vorzeitig" fährt der Experte fort.

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Branche: Banken

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