Liferay schneidet am besten ab

Tops und Flops der Open-Source-Portale

10. Oktober 2005
Von Ingo Butters
Portale auf Open-Source-Basis sind für Unternehmen eine prüfenswerte Alternative zu kommerziellen Produkten. Allerdings besitzen die angebotenen Lösungen sehr unterschiedliche Reifegrade, wie eine Untersuchung des IT-Dienstleisters Pentasys zeigt. Demnach sollten Anwender die Finger von JBoss und jetspeed-2 lassen.

Insgesamt hat Pentasys fünf Open-Source-Portale untersucht. Alle sind auf den gängigen J2EE Anwendungs-Servern lauffähig und arbeiten weitgehend datenbankunabhängig. Auch was die Sicherheit angeht, beurteilten die Studienautoren die Lösungen durchweg als gut: Alle verfügen über Single-Sign-On-(SSO)-Mechanismen und können über LDAP oder SSL angebunden werden.

So schnitten die fünf untersuchten Open-Source-Lösungen insgesamt ab.
So schnitten die fünf untersuchten Open-Source-Lösungen insgesamt ab.

Hinsichtlich der Portlet-Funktionalität, der Content-Verwaltung und Nutzerfreundlichkeit stellte Pentasys allerdings deutliche Unterschiede fest. Das aus Sicht des Dienstleisters überzeugendste Gesamtpaket bringen die Systeme von exo Plattform und Liferay mit. Weil für Liferay im Produktiveinsatz keine Lizenzgebühren anfallen, ging das System schließlich als Favorit aus der Studie hervor.

Jetspeed-2 und JBoss erfordern erheblichen Aufwand

Gridsphere landete in der Gesamtbetrachtung im Mittelfeld, während für die Lösungen von JBoss und jetspeed ein deutlich schlechtes Urteil gefällt wurde: nicht empfehlenswert. Unter anderem monierten die Pentasys-Berater, dass die JBoss-Lösung keine explizite Rechteverwaltung mitbringt.

Außerdem sei bei JBoss, wie auch bei jetspeed-2, der Installationsprozess schlecht dokumentiert und müsse außerdem manuell durchgeführt werden. Beide Portale setzten erhebliches Know-how und einen großen Entwicklungsaufwand für die Basisfunktionalitäten voraus. JBoss könnte allerdings von der Partnerschaft mit Novell und der angekündigten Zusammenarbeit im Portalbereich profitieren.