Initiative in Kernbereichen starten

Totale Kostenkontrolle in der IT

11. August 2005
Von Ingo Butters
Für CIOs, die ihre IT effektiver und strategischer aufstellen möchten, führt am Thema Kostentransparenz kein Weg vorbei. So ein Vorhaben kann allerdings mit gewaltigen Anstrengungen verbunden sein, wie ein Report des Beratungsunternehmens McKinsey zeigt. Projekte, die die Kostentransparenz der IT steigern sollen, müssen deshalb in überschaubaren Schritten gestartet werden.

Firmen, die nicht nur wissen, wie viel Geld sie in ihre IT stecken, sondern auch wohin die Mittel fließen und wer sie warum verbraucht, können ihre IT erheblich optimieren. Der Bedarf an einzelnen Ressourcen kann besser gesteuert und vorhergesagt werden, die Auswahl neuer Anwendungen und Systeme wird zielgerichteter.

So können die IT-Entscheider besonders teure Anwendungen, oder solche, die auf wenig genutzte Server zugreifen, zugunsten anderer Lösungen ablösen. Die IT weiß, wo der größte Handlungs- und Nachfragebedarf besteht und kann sich entsprechend ausrichten. Durch Kombinationen von Kosten reduzierenden Maßnahmen auf der Angebots- und der Nachfrageseite lassen sich nach Einschätzung der Berater jährlich fünf bis zehn Prozent sparen. Die IT kann sich auf ProjekteProjekte konzentrieren, die die Firma vorwärts bringen und nicht nur den Betrieb am Laufen halten. Alles zu Projekte auf CIO.de

Inventur der gesamten IT

Bevor diese Früchte allerdings geerntet werden können, müssen die IT-Abteilungen eine gewaltige Aufgabe meistern. Es geht nicht nur darum eine Inventur der gesamten Hard- und Software durchzuführen. Ebenso müssen die fixen und variablen Kosten für jeden Posten zeitnah und aktuell erhoben werden. Das ist besonders schwierig, aber unumgänglich, für Themen wie Server, von Anwendungen genutzte Prozessorzeit oder Software-Lizenzen. Auch müssen beispielsweise die verschiedenen Support-Level mit eingerechnet werden.

Wie bei einer Rechnung werden die einzelnen IT-Services aufgeschlüsselt.
Wie bei einer Rechnung werden die einzelnen IT-Services aufgeschlüsselt.

In einem nächsten Schritt werden diese Kosten dann auf die Nutzer, in der Regel sind das die einzelnen Abteilungen, herunter gebrochen und kommuniziert werden. Das Ziel: Anwender wissen, was sie zu welchem Preis nutzen. Gleichzeitig kann die IT-Abteilung die größten Treiber für Ressourcenverbrauch identifizieren und entsprechend Kapazitäten vorhalten. Solche Prognosen spielen für ein erfolgreiches Kostentransparenz-Projekt eine entscheidende Rolle.

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