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Die IT-Organisation der Zukunft

Totgesagte leben länger

Managing Director, Technology Strategy, Accenture Strategy
CIOs können sich zum Treiber der digitalen Transformation innerhalb ihrer Organisation entwickeln. Doch dafür müssen sie die Rolle der Unternehmens-IT neu definieren.

Laut einer aktuellen Untersuchung von Accenture Strategy gilt die unternehmensinterne IT-Organisation vielen Mitarbeitern nicht mehr als Innovations- und Erfolgsmotor des Unternehmens. 77 Prozent der befragten Entscheider sind der Auffassung, die IT-Organisation verfüge nicht über die notwendigen Kompetenzen für die As-a-Service-Welt. 39 Prozent der Befragten halten den Mehrwert der IT-Abteilung für begrenzt. Viele Entscheider greifen lieber auf Anbieter cloudbasierter Services zurück - mit oder ohne Unterstützung der unternehmensinternen IT-Organisation.

Zudem sind die Erwartungen an die Unternehmens-IT laut Accenture Technology Vision in den vergangenen beiden Jahren dramatisch zurückgegangen: Bereits 2015 betrachteten sie nur noch 34 Prozent der internen Stakeholder als Innovationstreiber, zwei Jahre zuvor waren es noch 71 Prozent. Die unternehmensinterne IT läuft Gefahr, sich selbst überflüssig zu machen.

Auch CIOs könnten in ihrer Organisation an Einfluss verlieren, je wichtiger As-a-Service-Modelle werden: Viele Business-Entscheider agieren heute selbst wie CIOs, bieten sie doch faktisch eigene technologiebasierte Business-Lösungen mit Unterstützung externer Dienstleister an. Mehr als 70 Prozent der befragten Entscheider in der Accenture-Studie involvieren die IT erst nach der Auswahl einer entsprechenden externen Dienstleistung, fast 40 Prozent erst bei oder nach deren Implementierung. Offenbar auch, weil sie aufs Tempo drücken möchten: 44 Prozent sind der Auffassung, dass die IT zu lange braucht, um neue Lösungen zu implementieren.

Unternehmens-IT muss den Hut aufhaben

Das wird nicht nur für den CIO oder die IT-Abteilung selbst zum Problem, sondern birgt auch erhebliche Risiken für das Unternehmen als Ganzes. Viele Business-Entscheider unterschätzen gerade die Herausforderungen und Bedrohungen in den Bereichen Service- und Datenintegration. Governance und Risikomanagement gewinnen hier enorm an Bedeutung. Nur etwas mehr als die Hälfte der Befragten schätzt es jedoch als Risiko ein, an der unternehmensinternen IT vorbei Anbieter zu beauftragen. Genannt werden hierbei in erster Linie Sicherheitsaspekte, Kostenüberschreitungen und Lieferverzögerungen.

Doch so einfach ist es nicht: Die Unternehmens-IT muss in all diesen Belangen den Hut aufhaben, um neben neuen attraktiven Services oder Plattformen auch Sicherheitsaspekte zu adressieren und Fragmentierung zu vermeiden, die ihrerseits wiederum zu teuren Ineffizienzen führen kann. Die Inanspruchnahme von Cloud-Services muss und sollte nicht im Chaos enden. Doch was kann die IT unternehmen, um das Vertrauen in ihre Kompetenz wiederherzustellen und sich auch künftig als starker Partner in allen Belangen zu positionieren - selbst dann, wenn As-a-Service-Anbieter scheinbar einfachere Lösungen anbieten?

Zunächst einmal sollte der CIO seine Rolle als "Head of IT" ernst nehmen und Hand in Hand mit den Verantwortlichen im Business bestehende und neue Technologien identifizieren, besprechen und testen. Auch müssen sie den zunehmenden Trend zur Vernetzung auch über das Unternehmen hinaus erkennen und für sich nutzen. Digitalen Ökosystemen gehört die Zukunft, ermöglichen sie doch neue Wertpotenziale für alle Beteiligten. Auch das Thema Multi-Speed-IT sollte ganz oben auf der Agenda stehen - denn es wird immer wichtiger, für verschiedene Aspekte des Business in unterschiedlicher Geschwindigkeit Lösungen voranzutreiben.

Vier Bausteine für die IT-Strategie der Zukunft

Accenture Strategy hat vier wichtige Bausteine einer zukunftsgerichteten IT-Strategie identifiziert, mit deren Hilfe sich CIOs wieder dauerhaft als echte Partner des Business positionieren können:

  • Analysieren Sie Ihre IT-Organisation

  • Etablieren Sie eine Start-up-Mentalität

  • Achten Sie darauf, dass Ihre alte Organisation der neuen Arbeitsweise nicht im Weg steht

  • Agieren Sie wie ein externer Anbieter, nicht wie ein Monopolist

CIOs, die diese vier Schritte beherzigen, können sich dauerhaft als echter Partner des Business profilieren und als Wachstumstreiber agieren.

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