Analysten-Kolumne

Trendmarkt Virtualisierung - Eine Potenzialanalyse für virtuellen Speicher

21. Mai 2008
Von Denis Mrksa
Im Trendmarkt der Virtualisierungstechnologien sind derzeit drei Segmente von Bedeutung: die Server-, Storage- und Desktop-Virtualisierung. Jeder Bereich verspricht zunächst Vorteile in der Nutzung, die sich um die Stichworte "Effizienzsteigerung", "Energieverbrauch" und "Managementbarkeit" drehen. Allerdings variieren die tatsächlichen Nutzungsgrade dieser Technologien aus Anwendersicht deutlich. Potenziale bietet besonders die Speichervirtualisierung.
TechConsult-Analyst Denis Mrksa: "Technologien unter dem Schlagwort "Virtual Storage" bieten erhebliche Potentiale für Anwender."
TechConsult-Analyst Denis Mrksa: "Technologien unter dem Schlagwort "Virtual Storage" bieten erhebliche Potentiale für Anwender."

In weiten Teilen der mittelständischen und erst Recht bei den Großunternehmen ist die VirtualisierungVirtualisierung verschiedener Server-Funktionen bereits weitgehend in produktivem Einsatz. Zumindest in den Bereichen Web-, File-/Print-, Datenbank- und Application-Server laufen die Workloads verstärkt in virtuellen Umgebungen. Derzeitige Einsatzgrade liegen im gehobenen Mittelstand schon bei etwa 75 Prozent. Die Entwicklung geht klar dahin, immer weitere Bereiche der Server-Landschaft durch virtuelle Systeme zu konsolidieren. In Zukunft werden zunehmend die Themen MailMail, Netzwerk, System-Management und SecuritySecurity über virtuelle Lösungen bereitgestellt. Alles zu Mail auf CIO.de Alles zu Security auf CIO.de Alles zu Virtualisierung auf CIO.de

Die Desktop-Virtualisierung ist heute noch nicht ausgereift genug für den breiten Markt. Hier müssen gezielte Einsatzszenarien gefunden werden, wo sich die Einführung solcher Lösungen technologisch und betriebswirtschaftlich rentiert. Aktuell ist erst etwa eins von zehn Virtualisierungsprojekten auf dem Desktop angesiedelt. Der Trend zu mehr Effizienz und besserer Verwaltung wird jedoch in den kommenden Jahren auch bei Client-Systemen verstärkt Einzug halten, wenn Anbieter die Vorteile der Desktop-Virtualisierung, besonders die höhere Sicherheit und Flexibilität, herausstellen und in integrierte Lösungen umsetzen können. Der Trend zurück zum Server-based Computing zeigt sich jedenfalls immer deutlicher.

Im Marktsegment für Speichervirtualisierung sind heute die größten Potentiale zu finden. Die Einsatzgrade liegen derzeit im Mittelstand ab 100 Mitarbeiter - unabhängig davon, ob Storage-Virtualisierung auf Server-, Netzwerk- oder Speicherebene betrieben wird - erst zwischen zehn und 16 Prozent bei steigendem Bedarf der Anwender an effizientere Datenhaltung und -Management. Hinzu kommt, dass die Anbieter ein breites Angebot adäquater Lösungen zur Verfügung stellen, die technologisch weitestgehend ausgereift sind und für die bereits eine erhebliche Anzahl an Referenzinstallationen besteht. Welche Treiber und Hemmnisse bestimmen demnach das Potenzial für die Speichervirtualisierung in den nächsten Jahren?

Vordergründige Motive, die Anwender auf die Frage "Was wäre ein Grund für Sie, über Speichervirtualisierung nachzudenken?" nennen, sind das stetig steigende Datenaufkommen, die bessere Auslastung der Storage-Systeme und die bessere Verfügbarkeit der Datenspeicher. Hinter diesen Aussagen steht zweifelsfrei der Wunsch nach Effizienzsteigerung im RechenzentrumRechenzentrum, aber davon abgeleitet in fast allen Fällen auch die Bemühung um Reduzierung und Optimierung der Kosten für die zunehmend komplexeren IT-Systeme, in denen StorageStorage eine immer wesentlichere Komponente darstellt. Knapp die Hälfte der Befragten in einer von Techconsult Anfang des Jahres durchgeführten Studie benennt ganz direkt die Reduzierung der Total Cost of Ownership als Treiber für die Speichervirtualisierung. Alles zu Rechenzentrum auf CIO.de Alles zu Storage auf CIO.de

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