Schwächen bei der Datenintegration

Trends bei Lösungen für Data Warehousing

27. April 2009
Von Nicolas Zeitler
Beim Metadaten-Management unterscheiden sich die Lösungen großer Anbieter für Datenintegration deutlich. Das zeigen Tests. Fortschritte machen Hersteller beim Management von Warehouse-Plattformen.

Die Produkte der untersuchten Anbieter für die Datenintegration entwickeln sich immer stärker zu Plattformen. "Die Plattformen integrieren weitere, über reines ETL hinausgehende Funktionen, wie zum Beispiel Funktionen für die Datenqualität oder Methoden für den near-time Zugriff auf Daten", sagte Timm Grosser, Produktmanager bei BARC und Mitautor der Studie, gegenüber CIO.de. Tatsächlich zeigten sich aber bei der Integration noch immer Schwächen, die oft erst auf den zweiten Blick sichtbar würden.

Fortschritte festgestellt haben die BARC-Tester bei den Funktionen für die Datenqualität. Außer Adressdaten gelinge es den Programmen zunehmend auch, Produktdaten mit Standard-Funktionen zu bereinigen. Bei der Qualitätssicherung für Adressdaten können zunehmend auch Personen länderübergreifend bereinigt werden.

Die IT-Analysten vom Würzburger BARC (Business Application Research Center) haben ihre Software-Evaluation von Lösungen für Data Warehousing und Datenintegration aktualisiert und erweitert. Neu verfügbar sind Produktbeschreibungen und Bewertungen im Bereich Datenintegration für die Lösungen von IBM und Informatica, bei den Data-Warehouse-Plattformen Produkte von IBM, Oracle, SAS Institute GmbH und Teradata.

Grundlage der Bewertungen ist ein Katalog mit mehr als 200 Kriterien, wie Grosser erklärt. Beurteilt wurden beispielsweise die Fähigkeiten zur Integration, die Skalierbarkeit und Konnektivität einer Lösung oder die Entwicklungseffizienz. Die BARC-Experten testen die Produkte zu diesem Zweck in ihrem Testlabor. Dabei fließen typische Szenarien aus der Praxis ein, wie Grosser berichtet.