Java und Facebook stark gefährdet

Trojaner-Hochburg Deutschland

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Der Malware-Befall ist 2010 drastisch gestiegen, wie Microsoft berichtet. Java wurde zur bevorzugten Zielscheibe, Phishing-Gefahr grassiert in sozialen Netzwerken.
Java entwickelte sich zur Zielscheibe Nummer Eins. Das zeigt diese Übersicht aus der Studie.
Java entwickelte sich zur Zielscheibe Nummer Eins. Das zeigt diese Übersicht aus der Studie.
Foto: Microsoft

5,3 von 1000 deutschen Rechnern waren im letzten Quartal des vergangenen Jahres mit MalwareMalware verseucht. Das geht aus einem aktuellen Sicherheitsreport von Microsoft hervor, der halbjährlich den Virenbefall auf 600 Millionen Rechnern weltweit auswertet. Der nun vorliegende Befund für die Bundesrepublik ist durchaus alarmierend. So stieg im Jahresverlauf 2010 die Zahl der verseuchten Rechner um satte 37 Prozent. Alles zu Malware auf CIO.de

Der hiesige Jahresendwert liegt zwar weit unter dem globalen Durchschnitt von 8,7 befallenen Computern je 1000 Stück. Betrachtet man indes die absoluten Zahlen, so gibt es nur in acht Ländern mehr infizierte Rechner als die 1,3 Millionen hierzulande: in den USA, Brasilien, China, Großbritannien, Frankreich, Südkorea, Spanien und Russland.

Eine explosionsartige Zunahme des Befalls gab es 2010 in Korea (+74 Prozent) und Russland (+87 Prozent) zu verzeichnen. Auch in Brasilien fiel der Anstieg noch drastischer aus in Deutschland, während in China und Frankreich die Malware offenbar rückläufig ist.

Ein besonderes Problem stellen hierzulande trojanische Download- und Drop-Tools dar. Sie stellen knapp 29 Prozent der von MicrosoftMicrosoft festgestellten Bedrohungen – ein Anteil, der nirgends sonst so hoch ist. Im weltweiten Mittel fällt nur jede fünfte Infektion in diese Kategorie. Alles zu Microsoft auf CIO.de